Natur & Umwelt

SchellnhuberDer Königsweg zum Klimaschutz
Deutschlands renommiertester Klimaforscher zu Besuch in Buch
Bevor Hans Joachim Schellnhuber im evangelischen Gemeindehaus Buch über das sprach, was ihn seit mehr als 40 Jahren um- und antreibt – den Klimaschutz – spazierte er durch Buch, unter anderem begleitet von Klaus Mindrup, Botschafter des Bauhauses Erde und Vorsitzender des Vereins Energiedialog, der es geschafft hatte, Deutschlands bekanntesten Klimaforscher, den er »John« nennt, in den Pankower Ortsteil zu lotsen.

Als erstes machten sie gemeinsam Station in der Franz-Schmidt-Straße, wo einem fünfgeschossigen WBS 70-Wohnblock drei weitere, in Holzhybrid-Bauweise entstandene Etagen aufgesetzt worden sind. Im Ludwig-Hoffmann-Quartier erfuhr die Gruppe von den dortigen Heizungsplänen aus 100 Prozent erneuerbarer Energie. Auf dem Areal des geplanten Wohnquartieres Buch Am Sandhaus in der Nähe der Moorlinse visionierten sie über nachhaltige Architektur und stiegen schließlich der Bucher Schlosskirche aufs Dach. Die hat ihren Turm wiedererhalten, der momentan die letzten Ausbauarbeiten über sich ergehen lässt. Dieser Turm besteht aus Kiefern- und Lärchenholz. Bei diesem Stichwort beginnt der Klimaforscher zu leuchten. Es ist das Thema, das er als Königsweg zur Rettung unserer Welt aus der Klimakatastrophe ansieht. In seinem Vortrag »Klimarettung durch Holzbau« im Gemeindehaus untermauerte er dies mit  beeinruckenden Argumenten und Erkenntnissen seiner Forschung. 
40 Prozent der globalen CO2-Emissionen verursacht das Bauwesen – vom Bauen über Konstruktion und Betrieb bis hin zum Abriss. Allein die Zementproduktion ist für rund acht Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich, das ist dreimal so viel wie der gesamte Flugverkehr. Sich dem Bausektor zuzuwenden ist deshalb ein Gebot der Stunde. Hans Joachim Schellnhuber weiß von der Macht der Betonlobby, aber geht dennoch unverdrossen den Weg voran, um Holz als weltrettendes Baumaterial zu propagieren… 

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