Natur & Umwelt

Panke WasserGeht sorgsam mit dem Wasser um!
Nach dem Rasensprengverbot in Panketal appellieren Berliner Wasserbetriebe zu sparsamem Umgang
Trockenheit und Hitze machen zunehmend Mensch, Tier und Pflanze zu schaffen. Der Rhein ist teilweise nicht mehr schiffbar. Und in Panketal ist die Panke abschnittsweise schon komplett trocken. Bürgermeister Maximilian Wonke warnt vor einer Überlastung des Wasserwerks und zu wenig Löschwasser im Brandfall. Die Gemeinde hat im Kampf gegen Wasserverschwendung seit August ein Rasensprengverbot für Leitungswasser erlassen (zwischen 17 und 21 Uhr), das im September täglich von 18 bis 20 Uhr gilt. Pflanzen sollen mit gesammeltem Regenwasser aus Tonne oder Zisterne gegossen werden. In der 21.000-Seelen-Gemeinde verfügt jedes dritte Grundstück über einen Pool, viele Bewohner sprengen ihren Rasen mit Trinkwasser.

»Das neue Verbot ist noch nicht bei allen angekommen«, sagte Wonke im August. »Wir sehen schon, dass einige noch ihren Rasen sprengen.« Diese Grundstücksbesitzer werden mit Handzetteln erneut auf das Verbot hingewiesen. Ihnen drohen 1.000 Euro Bußgeld. Langfristig müsse man den Wasserverbrauch nicht nur zeitlich regulieren, sondern insgesamt senken, so der SPD-Bürgermeister.
Alarm also in Panketal. Aber wie ist die Lage in Karow und Buch? Im Bezirk Pankow war ein Wassersprengverbot auch in der politischen Diskussion, wurde aber nicht beschlossen. Tobias Schietzelt, Sprecher des Bezirksamts, sagte dem »BB«: »Die Trinkwasserversorgung ist gesichert, es besteht aktuell kein Handlungsbedarf.« Die Berliner Wasserbetriebe sehen das auch so. Sprecher Stephan Natz erklärt: »Ein Rasenspreng- oder Poolfüllverbot wird es in Berlin voraussichtlich nicht geben.« 
Warum? Auch wenn es die Namen nicht verraten: Berlin liegt in einem Urstromtal, Panketal auf der tektonischen Barnim-Platte, einem höher gelegenen Grund- und Endmoränen-Zug. In Berlin als Tal füllt sich also das Grundwasser von allein, zumindest so lange, wie Spree und Havel so aufgestaut sind wie seit Jahrhunderten. »Unser Trinkwasser wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen.  Die Wasserwerke an Spree und Havel verfügen über Tiefbrunnen mit einer Tiefe ab 30 Meter. Die heben das Wasser und zwingen so anderes Wasser zum Absickern: Wegen des so entstehenden Unterdrucks versickern Spree und Havel, ganz langsam, nur um wenige Zentimeter über Monate hinweg. Das Wasser wird dabei durch verschiedene Bodenschichten und Sedimente gereinigt«, erklärt Natz…

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Panketal hat ein Klimaschutzkonzept
Energie- und Wasserverbrauch, Wärmenetz und Verkehr sind Hauptthemen
Am 28. Juni wurde in Panketal von der Gemeindevertretung die erste Stufe eines Klimaschutzkonzeptes beschlossen. Nicht alle Gemeindevertreter konnten dem Konzept zustimmen, zu groß ist die Sorge, dass spezielle Maßnahmen zu tief in persönliche Belange der Bevölkerung eingreifen könnten. Aber den Klimawandel bremsen, können wir nur alle gemeinsam. Vor und während der Erstellung des Konzeptes war die Bevölkerung aufgerufen, Anregungen und Wünsche einzubringen, die in das Konzept einfließen konnten.
Erst 2021 wurde in der Gemeinde die auf 5 Jahre befristete Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen, um dieses Konzept auszuarbeiten und zu begleiten, sowie klimarelevante Projekte innerhalb der Verwaltung zu bündeln und zu koordinieren, nicht zu vergessen die Öffentlichkeitsarbeit. Die jetzt beschlossene erste Stufe ist eine Bestandsaufnahme. Mit ihr können Fördergelder beantragt und konkrete Maßnahmen geplant und umgesetzt werden.
Eines der Themenfelder in der Gemeinde ist der Energieverbrauch, etwa die Hälfte der Energie wird für die Wärmeerzeugung aufgewendet. Nur etwa 14 Prozent der Wärmeerzeugung erfolgt durch erneuerbare Energie bzw. Wärmenetze. Als eine erste konkrete Maßnahme soll ein Quartierskonzept nördlich der Schönerlinder Straße entwickelt werden. Es geht um die mögliche Entwicklung einer nachhaltigen Wärmeversorgung, eines Wärmenetzes in einem Gebiet, in dem u.a. der Neubau eines Gymnasiums geplant ist, das alte Krankenhaus saniert werden soll und die Erneuerung der Heizung der bestehenden Zepernicker Schulen ansteht. Ein Anschluss auch privater Wohngebäude soll geprüft und gegebenenfalls angeboten werden…

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