Geschichte

InflationDeutsche Hyperinflation 
Vor 10 Jahren schien der Gedanke an eine neue Geldinflation noch fern aller Vorstellungen für uns Deutsche und damit auch Europas zu liegen. Die Zeiten haben sich verändert und was gestern noch unmöglich erschien, gerät in den Bereich des Vorstellbaren. Aber keine Panik, eine solche Hyperinflation, wie die 1923 in Deutschland, ist nicht zu erwarten, sie würde die Demokratie in Europa hinwegfegen. Das will keiner!

Mit dem Januar 1923 nahm die Inflation im Deutschen Reich Fahrt auf. Das Land ächzte unter den Bedingungen des Versailler Friedensvertrages mit seinen unsinnig hohen Forderungen der Siegermächte des 1. Weltkrieges. Da Deutschland mit der Erfüllung der Forderungen in Rückstand geraten war,    besetzten französische und belgische Truppen im Januar 1923 das Ruhrgebiet, um die Erfüllung zu erzwingen. Das Ruhrgebiet mit seiner Kohlen- und        Eisenproduktion war das industrielle Herz Deutschlands. Seine Besetzung heizte die Inflation weiter an. 
Um heute eine Vorstellung von den damaligen Geldverhältnissen zu haben, ist es am übersichtlichsten den  Wechselkurs der Mark zum US-Dollar zu betrachten…

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Klaus PrieseKindheit in Karow (14) 
Klaus Priese schrieb ein Buch über die Geschichte seiner Kindheit in Karow, Blankenburg und Buch. »BB« veröffentlicht einzelne Auszüge daraus. 
Schulzeit in Karow 1950-58
Da stand ich nun am 1. September 1950 an der Alten Schule in Karow mit Schulranzen und Zuckertüte und freute mich auf die Dinge, die da kommen sollten. Alte Schule, das muss man heute erklären. Sie befand sich an der Kirche neben der Feuerwache, war im Jahr 1881 aus gelben Backsteinen gebaut und 1907 um ein Stockwerk erhöht worden. Die Schule enthielt nur wenige Klassenräume und wurde deshalb für einige Klassen der Unterstufe, Klasse 1 bis 4, verwendet. Ich habe die Alte Schule in den Klassen 1, 2 und 4 besucht. Die 3. Klasse absolvierte ich in der Neuen Schule. Etwa Mitte der 1950er Jahre wurde der Unterricht in der Alten Schule eingestellt und die Klassenräume für Zwecke der AGs der Schule genutzt. 
Cover PrieseDer Schulweg von der Str. 49 zur Alten Schule war ziemlich lang. Gestartet sind Peter (Brockhaus) und ich morgens etwa um 7 Uhr 15, um als nächsten Jürgen Thurack in der Str. 48 abzuholen. Damit war unser Trio komplett und wir liefen bis zum Ende der Str. 48, unterwegs die Lage im Allgemeinen und im Besonderen erörternd. 
Unser Schulweg setzte sich dann an der Chaussee bis zur Alten Schule fort. Der Rückweg lief etwas anders. Am bewussten Feld blieben wir an der Chaussee bis zur Str. 43 und bogen erst dort zum morgendlichen Weg ein. Der Grund war unser Lieblingsgeschäft an der Ecke Blankenburger Chaussee/Str. 43. Es war das Fahrradgeschäft und die dazugehörige Werkstatt von Woitschach. Zur Chaussee hatte das Haus, was immer noch steht, aber hinter Hecken verborgen ist, zwei große Schaufenster. Und darin lagen die Schätze unserer Begierden. Fahrradersatzteile, Fahrräder aber auch Taschenlampen und sonstige Dinge. Die Spezialität von Woitschach war das Lackieren alter Rahmen, für das er tolle Farben zur Verfügung hatte, die nach unserer Meinung nur aus dem Westen stammen konnten…

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