Geschichte

KiekebuschKiekebuschs Ausgrabungen in Buch
Die ersten archäologischen Untersuchungen begannen Ende 1909 an der Wiltbergstr.
Ende des Jahres1909 entdeckten polnische Erdarbeiter beim Bau der IV. Irrenanstalt, dem späteren Städtischen Krankenhaus an der heutigen Wiltbergstraße in Buch, im Baugrund Reste von Pfosten sowie Scherben und Steingeräte. Außerdem Gruben mit Brandspuren, die bis dahin fälschlicherweise als Hinterlassenschaft von Manövern der jüngeren Geschichte fehlgedeutet wurden. Dies meldete der Bauleiter Hellweg vorschriftsmäßig dem Märkischen Museum in Berlin.

Das schickte Albert Kiekebusch nach Buch, um dort mit gezielten Ausgrabungen zu beginnen. 
Kiekebusch war nach seiner Promotion zum Dr. phil. bei dem Altmeister der deutschen Vorgeschichte, Gustav Kossinna, im Jahre 1908 Mitarbeiter des Märkischen Museums in Berlin, wo er bis 1911 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter, dann Assistent, 1919 Abteilungsvorsteher und 1922 Abteilungsdirektor wurde, was er bis kurz vor seinem Tode am 27. Juni 1935 blieb.
In Buch fand er mehr als hundert Hausgrundrisse aus der jüngeren Bronzezeit. Damit konnte Kiekebusch eine Besiedelung des Bucher Gebietes zwischen 1200 bis 800 v. Chr. beweisen. In der archäologischen Fachliteratur ist die Siedlung als »Typ Buch« eingegangen. Die Funde waren so wichtig, dass sogar Kaiser Wilhelm II. am 15. Oktober 1910 nach Buch kam, um die Ausgrabungsstätte zu besichtigen.
Als Bewohner dieses Dorfes können Angehörige des germanischen Stammes der Semnonen angenommen werden, die zu dieser Zeit das Gebiet zwischen Elbe und Oder besiedelt hatten.…

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KiezspaziergangDurch’s Ludwig-Hoffmann-Quartier

Am Samstag, dem 11. Mai, startet Manfred Pinkwart den nächsten Spaziergang duch die Bucher Historie. Im Mittelpunkt seiner Wanderung steht diesmal das 28 ha große Areal des Ludwig-Hoffmann-Quar- tiers zwischen Wiltbergstraße, Pölnitzweg und Röbellweg.  Vor zehn Jahren zogen hier die ersten Mieter in die sanierten denkmalgeschützten Häuser. Eine Geschichte vom Lazarett, Hospital und Krankenhaus bis hin zum heutigen Wohnpark kann hier erzählt werden. Treffpunkt: 10 Uhr am Pförtnerhaus, Wiltbergstraße 50.

Foto: Kurt Schmucker