Geschichte
Infos über Bucher Feuerwehr gesucht!
Freiwillige Wehr im Pölnitzweg will mehr über die Zeit von 1904 bis 1945 erfahren
Die Freiwillige Feuerwehr Buch gibt es seit nunmehr 116 Jahren. Anno 1910 gegründet, sind die Aufzeichnungen zu ihrer Geschichte bis 1945 sehr ungenau und nur durch sehr wenige Dokumente, Urkunden oder Bilder gestützt. Es gab auch nur wenige Namen von Feuerwehrleuten, die überliefert wurden.
Zur 90- und zur 100-Jahrfeier der Wehr wurde eine Chronik herausgegeben. »Durch einige neue Erkenntnisse aus dem Landesarchiv Berlin und dem Archiv des Berliner Feuerwehrmuseums, sowie dem Landesarchiv in Potsdam ergaben sich speziell in der
Zeitspanne von 1904 bis 1945 einige Ungenauigkeiten, die ich überarbeiten möchte«, erklärte Brandoberinspektor und früherer Wehrleiter Michael Termeer gegenüber »BB«.
Auch die Zeit vor 1910 gehört zur Geschichte der Wehr. Vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Buch gab es in der Gemeinde Buch eine Pflichtfeuerwehr, und ab 1906 wurden die Anstaltsfeuerwehren (der 3. Irrenanstalt, der Zentrale und der Heimstätten) aufgebaut.
Michael Termeer ist auf der Suche nach allen Informationen, die es zum Brandschutz und den genannten Bucher Feuerwehren im Zeitraum 1900 bis 1945 gibt.
Kontakt zu Michael Termeer, FFW Buch: Tel. 0174/974 7471,
Fotos: Freiwillige Feuerwehr Buch
Lesen Sie ausführlich in unserer Printausgabe
Ist Mehrheitswille populistisch?
Gespräch und Film über »Freiheit und Demokratie 1990« im Bucher Bürgerhaus
Ein Gespräch über Demokratie und Freiheit zu führen ist momentan ein spannendes, gewagtes, sehr notwendiges Vorhaben. Im Bucher Bürgerhaus gab es im August dazu Gelegenheit. Als Einstieg in den öffentlichen Austausch diente ein Blick zurück auf das Ende der DDR. Im Oktober vor nunmehr sechsunddreißig Jahre gab es die Wiedervereinigung, unglaublich, wie lang das her ist und wie kurz doch die vergangene Zeit erscheint. Aber vielleicht ist das so, je älter man wird. Die schicksalhaften Tage des Zusammenbruchs der DDR sind in jedem eingebrannt, der sie miterlebte. Wohl für die meisten im Osten waren sie Befreiung und Verheißung zugleich, für andere das Ende von Gewissheiten und auch Sicherheiten.
Unter dem Titel »Freiheit und Demokratie 1990« hatte Elena Demke, Mitarbeiterin beim Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, eingeladen. Als Gesprächspartnerin dabei – die Historikerin Prof. Dr. Hedwig Richter, Buchautorin und häufiger Gast in deutschen Talkshows. Nicht nur zurück sollte geschaut werden, sondern auch ins Heute und Künftige – was bedeutet (für) uns Demokratie?
Ausgangspunkt des Gesprächs, zu dem knapp 20 Interessierte gefunden hatten, war die Vorführung des 30-minütigen Defa-Dokfilms »Osterspaziergang« aus dem Jahre 1990, gedreht vom 22. März bis 22. Juni in der 10. Klasse einer POS in Berlin-Mahlsdorf. Im Deutschunterricht sprechen sie über Goethes Faust und den berühmten »Osterspaziergang«. Die Lehrerin befragt die Jugendlichen, recht suggestiv, nach dem menschlichen Streben, nach Werten und Idealen in der neuen Situation – einige Monate nach dem Mauerfall, kurz nach der Volkskammerwahl und vor der Währungsunion –, als auch mit Blick auf die Zukunft. Sei das Erlangen von Wissen wichtiger, als Reichtümer anzuhäufen, fragt sie. »Naja, haben muss man sie auch, aber ist nicht das wichtigste«, sagt ein Schüler. »Wenn einer die Macht hat, klappt das sowieso nicht… Jetzt rennen sie alle von der SED zur CDU. Sie sollten wissen, wohin sie rennen, dass sie nicht nur nach dem Geld rennen. Und dann nicht mehr sehen, was über sie kommt«, erklärt ein Mädchen. Sie sprechen über Freiheit, vornehmlich die lang ersehnte Reisefreiheit. Aber auch über Meinungs- und Pressefreiheit.
Lesen Sie ausführlicher in unserer Printausgabe