Geschichte

Wen interessiert schon Karow?
Heute: Infrastruktur

Blankenburger ChausseeIn dieser Rubrik erscheinen in loser Folge und lockerer Form Beiträge über Karow, die eine Brücke vom Gestern zum Heute schlagen, Geschichtliches und Erstaunliches erzählen wollen. 
Heute geht es um eine Verschlimmbesserung und um Bauern an den Gleisen und im Baurausch, um die Hauptschlagader und die Achillesferse von Karow und noch viel mehr…
Die Infrastruktur, sie ist vergleichbar mit dem Blutkreislauf beim Menschen, seine Adern bewegen das Blut. Mal mit Druck, mal fließt es. Wenn die Durchblutung gestört ist, verletzt, verstopft, gerissen, wird man krank, ist eingeschränkt oder erleidet gar Infarkte.

Ohne eine gesunde Infrastruktur, ohne durchlässige Straßen, Wege, Brücken oder auch Schienen und den darauf aufbauenden Verkehr, ohne Kanäle und Leitungen ist das Verkehrssystem im weiteren Sinne und damit der Kreislauf der Wirtschaft und nicht zuletzt das soziale Zusammenleben der Menschen gestört. Im Großen wie im Kleinen, so auch in Karow. Auf einige Aspekte will ich eingehen, soziale vernachlässige ich. Auch unser »weitläufiges« Flüsschen Panke kommt für die infrastrukturelle Schifffahrt nicht in Betracht, höchstens für Papierschiffchen. 
(…)
Bahnhof KarowEinen richtigen Bahnhof bekam Karow dann allerdings erst in den Jahren 1912–1914, der heute mehrere Aufgaben erfüllt: Zum einen für die Züge der Fern- und Regionalbahn und Güterzüge, zum anderen mit zwei Bahnsteigen für Fahrgäste der S 2 und für die Regionalzüge der Niederbarnimer Eisenbahn. Vor 15 Jahren kam ein zweiter, barrierefreier Zugang mit großem Bahnhofsvorplatz hinzu. Der alte über das historische Empfangsgebäude wurde im Zuge der Brückenerneuerung seit 2018 restauriert, ist aber bis heute, Herbst 2025, nicht zugänglich. Laut DB wurde die historische Beleuchtungsanlage beschädigt und die Innenausstattung sei nicht geklärt…

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Karl LinserNUMISMATIK & FALERISTIK
Karl Linser – ein fast vergessener Name
In den 80er Jahren trug das Städtische Klinikum Buch den Namen des Dermatologen 
In den vergangenen Jahren habe ich eine Reihe von Beiträgen hier im »Bucher Boten« veröffentlicht, die Namensbenennungen berühmter Mediziner und Wissenschaftler für Bucher Gesundheits- und Forschungseinrichtungen sowie für Bucher Orte und Straßen mit ihrer Widerspiegelung auf Medaillen zum Inhalt hatten. Ich dachte, dass ich alle derartigen relevanten Beziehungen erfasst hätte. Keineswegs, wie ich beim Blättern in dem 1998 erschienenen Buch eines Autorenkollektivs »Aus einhundert Jahren Bucher Geschichte 1898 – 1998« erfahren musste. Dort fand sich auf der Seite 43 der Hinweis, dass ab den späten 1980er Jahren (andere Quellen nennen als Jahre 1987 oder 1988) der Teil I des damaligen Städtischen Klinikums Berlin-Buch den Ehrennamen »Karl Linser« erhalten hatte. 
Der Teil I des Klinikums Buch, gelegen an der Wiltbergstraße 50, nannte sich bis zur Gründung des Klinikums im Jahr 1963, Städtisches Krankenhaus Buch. Ursprünglich sollte auf diesem Gelände ab 1908 die IV. Irrenanstalt der Stadt Berlin entstehen. Die Bauarbeiten waren noch nicht beendet, als der 1. Weltkrieg ausbrach und die Einrichtung als Kriegslazarett benötigt wurde. Insgesamt behandelte man dort während des Krieges 33.000 Soldaten. Danach wurden die Gebäude als Kinderheilanstalt und später als allgemeines Krankenhaus mit dem Namen »Hospital Buch – Mitte« genutzt. Ab 1943, im 2. Weltkrieg, wurden Kliniken der Berliner Universität nach Buch evakuiert. Nach Kriegsende, von 1945 bis 1950, diente das Krankenhaus als »Zentrales Militärlazarett der Roten Armee«. Anschließend war es als »Städtisches Krankenhaus« die wichtigste medizinische Einrichtung in Buch. 1963 wurde es, wie oben erwähnt, Teil I des neugeschaffenen Klinikums Buch…

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