Geschichte

Lazarett111 Jahre Areal Wiltbergstraße 50
Die erste Beratung zum Bau der vom Berliner Stadtbaurat Ludwig Hoffmann entworfenen IV. Irrenanstalt fand im März 1908 in der Stadtverordnetenversammlung von Berlin statt. 
Die Anstalt wurde mit 32 Gebäuden in einer Parkanlage konzipiert. Der 41 ha große Standort, der zu dieser Zeit ein Kartoffelacker war, lag nördlich des Eisenbahn- haltepunktes. Die Kapazität sollte 1.500 Betten betragen. Als Haupteingang in den inneren Bereich der IV. Irrenanstalt war die Toreinfahrt vom Verwaltungsgebäude (Haus 13) vorgesehen.

Die Bettenhäuser unterteilten sich in zwei Aufnahme-, zwei Pflege-, zwei Überwachungs-, zwei offene Häuser und vier Landhäuser. Diese Aufteilung entsprach der III. Irrenanstalt an der Karower Straße 11. Außerhalb der Anstaltsmauer, die den inneren Bereich umschloss, waren die Beamtenhäuser angeordnet.
Die Belegung sollte im Jahre 1914 starten. Mit Beginn des 1. Weltkrieges musste der fast fertiggestellte Neubau an der Wiltbergstraße 50 aber als Kriegs-Lazarett zur Verfügung gestellt werden. Die Belegung war mit rund 2.500 Betten berechnet. Das Lazarett gliederte sich in eine internistische, eine chirurgische und eine dermato-venerologische Abteilung. Die ersten Verwundeten kamen bereits 1914 ins Lazarett. Der Transport erfolgte überwiegend mit der Eisenbahn. Insgesamt wurden 33.000 Verwundete in Buch behandelt. Die Verweildauer betrug im Durchschnitt vier Monate. Eine der freiwilligen Rot-Kreuz-Helferinnen, die hier arbeiteten, war die Schauspielerin Tilla Durieux. Am 31. Mai 1919 wurde das Lazarett aufgelöst. Ein Teil der Häuser blieb als Reservelazarett, ein anderer Teil als Reservebettbereich für Epidemien bestehen…

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KindheitbuchKindheit und Jugend in Buch
Das Buch »Hölzerne Pferde« berichtet über die Kindheit und Jugend des Autors Wolfgang Lutz (Jahrgang 1947), die er auf dem Gelände des Hufeland-Krankenhauses in Berlin-Buch verbrachte. Seine Eltern waren Angestellte der Kinderklinik und der technischen Bereitschaft. Die Schilderung einer Vielzahl persönlicher Erlebnisse und Abenteuer auf dem parkähnlichen Gelände der Klinik verbindet er mit der Zeichnung des Sittenbildes der 1950 und 1960er Jahre in Ostberlin…

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