Aktuelles

Tempohome KarowLager für Tempohome-Container
Geflüchteten-Zahlen steigen, dennoch entsteht am Blankenburger Pflasterweg Zwischenlager für alte Tempohomes
Jahrelang war das Gelände südlich des Blankenburger Pflasterwegs gegenüber vom Golfplatz eine Brache. Seit Oktober werden 30.000 Quadratmeter der kommunalen Fläche, die einst als Vopo-Kaserne und Studentenwohnheim diente, als »temporäres Zwischenlager für Container aus zurückgebauten Tempohome Flüchtlingsunterkünften« hergerichtet. So steht’s jedenfalls auf dem Bauschild am Blankenburger Pflasterweg 101. Aber war da nicht mal was mit einem Rahmenplan zur Neubebauung des »Blankenburger Südens«?

Und: Ist es zeitgemäß, Tempohomes abzubauen, wenn wegen der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan und der Schlepper-Politik von Belarus wieder mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen? 
Seit 2016 hatte der Senat für insgesamt 17 Tempohomes rund 5.600 Wohncontainer angeschafft. Stefan Strauß, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, sagte dem »BB«, zwei der Tempohomes seien zurückgebaut, zwei weitere befänden sich im Rückbau. Die öffentlich-rechtlichen Eigentümer des Bodens wollten dort konkrete Nachnutzungsplanungen umsetzen. »Die übrigen 13 Standorte werden vor dem Hintergrund der Corona-Pandemielage seit März 2020 und insbesondere wegen des seit Sommer 2021 stark angestiegenen Zugangs von Geflüchteten derzeit nicht zurückgebaut«, so Strauß. In welcher Reihenfolge und wann die Standorte abgebaut werden, stehe noch nicht fest…

Lesen Sie ausführlich in unserer Printausgabe


Bastelsatz Blankenburger KircheBlankenburger Kirche als Bastelsatz
Nach zahlreichen anderen Bastelsätzen hat Dr. Friedrich Voß jetzt aus Anlass der umfangreichen Sanierung einen Modellbausatz der Blankenburger Kirche (1:110) entworfen. Eine erste Auflage zeigt die Kirche vor und die zweite Auflage nach der Restaurierung des Feldsteinmauerwerks. Der Modellbausatz kann gegen eine Spende von 20,00 Euro im Büro der Kirchengemeinde Blankenburg, Alt-Blankenburh 17 (Bürozeit:   Mi 15–18 Uhr, Tel. 47 42 777) oder nach dem Gottesdienst erworben werden. Auch die anderen Modelle des Karowers (u. a. die Kirchen von Lindenberg, Birkholz, Schwanebeck, Schönerlinde, Schönwalde, Berlin-Dahlem und Nikolassee) dienen einem guten sozialen Zweck und sind über Dr. Voß (Lanker Str. 9A, 13125 Berlin-Karow) zu beziehen …

Lesen Sie ausführlich in unserer Printausgabe


GaensegruppeGänse-Areal wird ab Mai neu gestaltet
Die lustige Gänseschar auf ihrem Sockel in der Grünanlage nahe der Franz-Schmidt-Straße in Buch gefällt seit 1981 Jung und Alt. Vor sechs Jahren wurde sie mit Unterstützung von Spendengeldern aus der Bevölkerung repariert. Allerdings sind sie auf einen Standort verdammt, der seit langem Forderungen nach Verbesserungen provoziert. Das Rondell und die umgebenden Wege sind völlig desolat, insbesondere geheingeschränkte Personen haben Schwierigkeiten, die Strecke stolperfrei zu meistern. Dass das Areal entwickelt werden muss, ist seit vielen Monaten Gewissheit im Bezirksamt Pankow. Im Herbst vergangenen Jahres war die Öffentlichkeit aufgerufen, Gestaltungsvorschläge einzubringen. Über das Förderprogramm Stadterneuerung kommen die nötigen Gelder, die Planung übernahm die Planergemeinschaft Stadt und Raum gemeinsam mit dem Stadtentwicklungsamt Pankow. 
Inzwischen sind die Bauplanunterlagen erarbeitet und bewilligt worden, nun geht es an die Ausführungsplanung…

Lesen Sie ausführlich in unserer Printausgabe


SitzbaenkeWer spendet Sitzbänke für Buch?
Sitzwünsche im öffentlichen Raum wurden gesammelt, nun geht es ans Umsetzen 
Ein Königreich für eine Bank, könnte stoßseufzend erklären, wer in Buch unterwegs ist. Wenn man sie bräuchte, ist keine  Sicht – oder besetzt. Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum sind Mangelware und dabei viel mehr als nur Möglichkeiten zu sitzen. (…)
Seit Jahren schon wünschen sich in Buch insbesondere ältere Menschen  öffentliche Sitzgelegenheiten. BENN hat gemeinsam mit dem Bucher Stadtteilzentrum das Thema  angepackt. In die bunten Bürgerbriefkästen im Ortsteil konnten Standortwünsche für Bänke abgegeben werden, erfragt wurden sie auch auf regionalen Veranstaltungen. 
Während eines Kiezspaziergangs am 5. November mit etwa 15 Bürgerinnen und Bürgern sowie Akteuren von BENN und Albatros-Stadtteilzentrum wurden Wege im Kiez abgeschritten und konkrete Sitz-wünsche benannt und gesammelt. Das Treffen gipfelte in einer Abschlussrunde im »Alten« am Bahnhof Buch. Auf einer Karte trug BENN-Mitarbeiterin Saba Khanghahi die gewünschten Sitz-Orte ein, eine Prioritätenliste wurde erstellt…

Lesen Sie ausführlich in unserer Printausgabe


Tod als BoxsackDer Lange Weg der Trauer
Im Bucher Zentrum von TrauerZeit e. V. erhält das Erinnern an die Toten viel Raum
Auf dem Tisch im Kreativraum liegen bunt bemalte Masken. Simone Rönick erzählt vom mexikanischen Totenfest, das bald gefeiert werden soll. In dem amerikanischen Land ist das ein Volksfest, bei dem die Seelen der Toten aus dem Jenseits zu Besuch kommen und gemeinsam mit den Lebenden ein besinnliches, aber dennoch fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und Essen begehen. Auch die Kinder und Jugendlichen der Bucher Trauergruppe des Vereins TrauerZeit Berlin e. V. werden ihre Verstorbenen – ein Elternteil oder beide – mit ihren Masken erwarten und versuchen, miteinander fröhlich zu sein; ein kleiner Schritt auf dem langen Weg der Trauer. 
Das Trauerzentrum des Vereins auf dem Gelände des Ludwig-Hoffmann-Quartiers an der Wiltbergstraße 90 ist ein Ort, an dem die Toten, das Erinnern an sie und die verschiedenen Farben der Trauer viel Raum erhalten. Auf einem Regal stehen dicht an dicht Erinnerungskisten. Sie sind bemalt und beklebt und enthalten bedeutsame Dinge der geliebten Verstorbenen. Das können Fotos sein, ein Kleidungsstück, Briefe, Gebasteltes, Geschenke, vertraute Gegenstände.  Jedes Kind hat eine eigene Kiste. 
»Die Verbindung zu den Toten soll nicht gekappt werden«, sagt Simone Rönick, die Gründerin von TrauerZeit e. V., »das ist immens wichtig für die Gesundung, für das Weiterleben der Kinder und Jugendlichen«. Dazu gehöre auch, über alles zu reden, was mit dem Sterben, dem Tod und dem, was nach dem Tod passiert, zu tun habe…

Lesen Sie ausführlich in unserer Printausgabe