Aktuelles
»Unser Herz schlägt für Karow«
Die Karower Bürgerstiftung und was sie bislang erreichte
Die Karower Bürgerstiftung ist erwachsen geworden. Im Frühjahr dieses Jahres gibt es sie seit 18 Jahren. Doch erst im Mai 2025 hatten die Akteure alle bürokratischen rechtlichen Hürden überstiegen – ihre Stiftung ist nun vom Land Berlin anerkannt worden und damit eigenständig. Seit Dezember vergangenen Jahres gibt es endlich auch das Stiftungskonto. Es war ein langer Weg. Marcel Chartron und Johannes Kraft können davon ein Lied singen. Im Jahr 2008 war es, als die beiden regional sehr verwurzelten Freunde im früheren Irish Pub in Alt-Karow saßen und und darüber sinnierten, wie man effektiv etwas »für Karow« tun könnte. Irgendwann an diesem Abend war dann die Bürgerstiftungsidee geboren. »BB« sprach mit den Gründern und Vorstandsmitgliedern:
BB: Hätten Sie je gedacht, dass es eine so kräftezehrende Angelegenheit werden würde, als Sie vor 18 Jahren die Stiftung gründeten?
Marcel Chartron: Nein, nicht im Leben. Die bürokratischen Hürden sind so extrem hoch, da ist eine Vereinsgründung ein Kinderspiel dagegen. Begonnen haben wir mit einer Treuhandstiftung und sind langsam gewachsen. Als wir im Mai endlich die Anerkennung des Landes bekamen und aufatmen wollten, tat sich ein zweites Hindernis auf: die Eröffnung eines Stiftungskontos. Es gibt ein Transparenzregister, in das man eingetragen werden muss. Das hat sich ein halbes Jahr hingezogen. Nun ist alles geschafft.
Johannes Kraft: Es war ein jahrelanger, umfangreicher und kräftezehrender »Kampf« mit den Mühlen der Verwaltung. Wir haben schlechte Erfahrungen mit der Stiftungsaufsicht des Landes Berlin gemacht. Üblicherweise lassen Kommunen solche Ortsteilstiftungen ab einem Stammkapital von 25.000 Euro zu. In Berlin waren es 50.000 Euro. Dann wurde es noch mal erhöht auf 100.000 Euro. Aber das war gar nicht mal das Hauptproblem, sondern die Bürokratie bei der Stiftungsaufsicht. Wenn Marcel nicht so einen langen Atem gehabt hätte, ich glaube, wir hätten aufgegeben. Wir haben Rechtsanwälte beschäftigt, gefühlt 500 Emails und Briefe hin- und hergeschrieben. Immer wieder änderte sich etwas, fehlte in der Satzung oder beim Stiftungszweck.Wir haben ja in den vergangenen Jahren schon Projekte in Größenordnung umgesetzt, nicht nur Geld gegeben, sondern auch ehrenamtliche Arbeitsleistungen abgeliefert. Es war verrückt; einerseits wollen wir mit privaten Geldern unserer Stifter etwas Positives für den Ort tun, andererseits warf man uns Knüppel zwischen die Beine…
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Abwahl des Ortsvorstehers – ohne Gründe
Ein außergewöhnlicher Vorgang spielte sich am 14. Januar in Schwanebeck ab. Der seit 2008 tätige und vielseits geachtete Ortsvorsteher des Ortsteils Schwanebeck, Lutz Grieben (Die Linke), wurde auf der Ortsbeiratssitzung mit knapper Mehrheit von 5 gegen 4 Stimmen abgewählt – ohne offensichtliche Gründe. Die Sitzung geriet zu einer hochemotionalen Sache. Mehr als 80 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen und reagierten mit Kritik. Noch bei der Kommunalwahl im letzten Jahr hatte Grieben die meisten Stimmen auf sich vereinen können.
Antragsteller für die Abwahl war Jens Jährig von den Freien Wählern. Er verwies darauf, dass er mit der Entwicklung des Dorfes Schwanebeck unzufrieden sei; zudem missfielen ihm sowohl die Aufteilung des Ortsteilbudgets als auch die Sitzungsleitung durch den Ortsvorsteher. Eine merkwürdige Erklärung, wird doch das Ortsteilbudget durch den Ortsbeirat beschlossen, dem er selbst angehört und dem die jetzt Abwählenden über eine Mehrheit verfügen. Getragen wurde diese Entscheidung von einer informellen Koalition aus CDU, Freien Wählern und AfD. Unmittelbar danach wurde Franziska Pawel (CDU) mit 5-Ja-Stimmen zur neuen Ortsvorsteherin gewählt.
Bürgermeister Maximilian Wonke (SPD) meldete sich im Nachgang zu Wort. »Auch wenn Herr Grieben und ich sicherlich nicht immer einer Meinung waren, muss ich sein großes Engagement für den Ortsteil Schwanebeck und die Einwohner anerkennen. Seine Abwahl ist bis jetzt von niemanden begründet worden, was ich als sehr unehrlich empfinde. Ich denke doch, so sollten wir nicht miteinander umgehen…
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Masterplan von und für Buch
Bucherinnen und Bucher sind aufgerufen, ihre Wünsche, Ideen und Sorgen einzubringen
Die Bucherinnen und Bucher sind aufgerufen, in einer gemeinsamen öffentlichen Gesprächsrunde am 4. März auf dem Bucher Campus mitzudiskutieren, um die langfristige Gesamtentwicklung des Ortsteils in den Blick zu nehmen. Es geht um Themen wie Baumaßnahmen, Naturschutz, Mobilität, Nahversorgung, Gesundheit, Bildung und andere, die aus Sicht der Initiatoren – eine Gruppe Bucher Akteuere, unter ihnen Prof. Detlev Ganten, Dr. Christoph Jung, oder Steffen Lochow und Elke Heller vom Bucher Bürgerverein – noch deutlich optimierbar sind. Die gemeinsamen Vorschläge der Bevölkerung sollen dann mit Vertretern des Bezirks Pankow und dem Senat diskutiert und weiterentwickelt werden.
Gab es das nicht alles schon? Gab es in der Vergangenheit nicht immer wieder Bürgerforen, Beteiligungswerkstätten und Diskussionrunden zu Bucher Themen, werden jetzt viele fragen – mit oftmals enttäuschenden Ergebnissen?
Nichts tun ist auch keine Lösung, sind die Akteure überzeugt. In diesem Jahr stehen Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen an. Und es gibt langfristige Planungen für Großereignisse in Berlin und Brandenburg, wie die Weltausstellung EXPO 2035 »Global Goals«, die Olympischen Spiele, die Internationale Bauausstellung (IBA), das UNESCO Projekt »Naturpark Barnim« und die 800-Jahrfeier von Berlin 2037. Da gibt es Chancen, um mit Bucher Modellprojekten an diesen Ereignissen teilzunehmen, exemplarische Maßnahmen umzusetzen und Sonderfinanzierungen für Buch zu bekommen.
Bis Juni 2026 soll ein Masterplan von und für Buch alle Ideen, Bedarfe und auch Wünsche und Kritik aufnehmen, darstellen und im Mai an die Politik und Verwaltung übergeben werden. Deshalb sind Bucherinnen und Bucher gefragt…
Entwurf: KARLUNDP ARCHITEKTEN
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Pankow sammelt Kaffee
In Berlin gibt es eine Kaffeewette gegen die Kälte, initiiert vom Reinickendorfer Einzelhändler Michael Lind. Fast alle Berliner Bezirke sind mit dabei. Worum geht es? Möglichst viele Menschen sind aufgerufen, bis Donnerstag, 5. Februar 2026, Kaffee für die Kältehilfe zu spenden. Je mehr Kaffee zusammenkommt, um so größer ist die Geldspende, die oben draufkommt. Jeder Bezirk, der es schafft, mindestens 500 Kaffeepäckchen (keine Kaffeekapseln) zu sammeln, erhält von Michael Lind oder seinen Aktionspartnern Ralf Oelmann, Hasan Ilter und Mike Baer je 2.500 Euro zusätzlich für die Kältehilfe im jeweiligen Bezirk. Und am Ende steht auch die Challenge: Welcher Bezirk schafft es, den meisten Kaffee für die Kältehilfe zu sammeln?
Das Bezirksamt Pankow hat dazu Sammelstellen in den vier Bürgerämtern eingerichtet. In Buch befindet sich das Bürgeramt im Bürgerhaus, Franz-Schmidt-Str. 8-10 (2. Etage). Hier wird der Kaffee am Infotresen entgegengenommen…
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In Karow hat es 9.30 Uhr geschlagen
Karows Pfarrer freut sich über Unterstützung für Reparatur der Turmuhr an der Piazza
In Karow ist es 9.30 Uhr. Und das schon seit über drei Monaten. Die Turmuhr an der Piazza, über dem Kirchlichen Begegnungszentrum, ist stehengeblieben. Nicht das erste Mal. Bereits zwischen 2016 und 2022 muckerte der Zeitzähler. Die Uhr tickte zwar, aber nicht richtig. Damals brachte ein Uhrmacher aus Dresden sie wieder in Gang – für 2.400 Euro. Mittlerweile geht gar nichts mehr. Ein aufmerksamer Bürger informierte den evangelischen Pfarrer Jörg Zabka. Der bestellte einen Uhrentechniker nach Karow. »Das ist immer sehr aufwändig, denn das Uhrwerk kann man nur über einen schmalen Steg auf dem Dach erreichen«, erklärte Jörg Zabka gegenüber »BB«. »Das Ergebnis der Inspektion ist wenig erfreulich: Wind und Wetter haben dem Uhrwerk zugesetzt, so dass es nach fünfundzwanzig Jahren erneuert werden muss.« Guter Rat ist gefragt…
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