Aktuelles
Kiezbänke in Gemeinschafts-arbeit
Drei Junitage lang haben jeweils 20 bis 30 Menschen aus Buch gemeinsam geschraubt, gesägt, angestrichen und viel gemeinsam gelernt. »Wir sind begeistert, wie viele Menschen mitgemacht haben«, freute sich auch Nora Kleffmann, die das Kiezbank-Projekt koordiniert hat. Sie arbeitet bei BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) im Bucher Bürgerhaus, und hat gemeinsam mit ihren beiden Kolleginnen das handfeste Vorhaben auf den Weg gebracht
(»BB« berichtete). Und nun sind bereits vier der geplanten sechs neuen Kiezbänke fertig und laden auf dem Vorplatz des Bucher Bürgerhauses, Franz-Schmidt-Straße 8-10, zum Verweilen, Begegnen, Quatschen ein.
Die hölzernen Bänke sind jeweils flankiert von Blumenkübeln mit wunderschönen Sommerblühern, die künftig durch jene Bucherinnen und Bucher gepflegt werden sollen, die auch schon den sog. Ehrenamtsgarten hinter dem Bürgerhaus betreuen…
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Auseinandersetzung bei Rossmann
Am Dienstag, dem 9. Juni, geschah etwas in der Bucher Rossmann-Filiale, das selbst die leidgeprüften Mitarbeiterinnen schockte. Gegen 13.20 Uhr betrat, laut Polizei, eine Gruppe junger Männer – Augenzeugen sprachen eher von Jugendlichen in der Mehrzahl unter 18 Jahren – den Rossmann-Laden in der Wiltbergstraße. Mindestens einer von ihnen soll dort Waren eingesteckt haben. Nachdem eine Mitarbeiterin die Gruppe schließlich ansprach, ließen sie die Produkte fallen und ergriffen die Flucht. Die Mitarbeiterinnen verständigten die Polizei. Einer der jungen Täter hatte bei der Aktion sein Handy verloren. Kurz darauf kam er zurück, um es zu holen, woraufhin es zu einer körperlichen Auseinandersetzung vor dem Laden kam…
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Pankower Frauenpreis für Eva Rosito
Der diesjährige Pankower Frauenpreis wurde an Ursula Eva Rosito verliehen. Sie erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Preis im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am 15. Juni im BVV-Saal des Bezirksamts Pankow. Mit dem Preis wird ihr außergewöhnliches und unermüdliches Engagement für verschiedene marginalisierte Frauengruppen in Buch mit seinen vielfältigen Herausforderungen gewürdigt.
Ursula Eva Rosito ist Soziologin und ausgebildete systemische Beraterin. Sie verantwortet seit einigen Jahren das Albatros-Projekt »Frauen in Buch« – als Teil der Frauenberatung »BerTa« – im Bucher Bürgerhaus. Dort unterstützt sie Menschen bei beruflicher Neu- und Umorientierung, bei der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie sowie in der Prävention und Intervention bei häuslicher Gewalt. Mit ihrer Arbeit eröffnet sie Zugänge zum Arbeitsmarkt, stärkt individuelle Kompetenzen und fördert gesellschaftliche Teilhabe.…
Foto: BA Pankow
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Das Karower Kreuzungs-Klo ist weg
So hatten sich die Karower und ihre Gäste das nicht vorgestellt: Seit dem vorläufigen Ende der 6-jährigen Dauerbaustelle um den Bahnhof Anfang 2025, dessen Hintereingang weiterhin geschlossen dem Vandalismus überlassen wird, wünschten sie sich den Zebrastreifen über den Hubertusdamm zurück. Nun ist er wieder da – um die Fußgängerströme heil über die stark befahrene Kreuzung zu lotsen. Seit Anfang Juni herrscht hier Bau-Chaos. Zu den überraschenden Verkehrslösungen gehörten ein Klo mitten auf der Bahnhofs-Kreuzung und weiterhin verwirrende Verkehrszeichen.
Zunächst das Amtliche: Seit Anfang Juni baut die GASAG-Tochter NBB (für Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg) »heute am Energienetz von morgen«, und zwar »für eine klimaneutrale Zukunft in der Hauptstadt«, wie man einem überdimensionalen Bauschild am Beginn der Absperrungen auf der rechten Seite des Hubertusdamms entnehmen kann. Nun ist es angesichts brö- ckelnder Brücken, desolater Stellwerke und fehlender Digitalisierung sehr löblich, dass die GASAG sich um die Infrastruktur kümmert. Böswillige könnten fragen, was Erdgas mit einer klimaneutralen Zukunft zu tun habe, aber geschenkt. Was man trotz der Eigenwerbung auf dem Schild vergeblich sucht, sind konkrete Angaben zum Ziel der Baumaßnahme, der Dauer, der Ausdehnung, von Umleitungen und ähnlichen praktischen Dingen, von einer Entschuldigung für die Bürger ganz zu schweigen. Da war sogar die Bahn zwischen 2019 und 2025 besser. Laut NBB wurden allerdings die Gaskunden informiert. Auf Nachfrage erfahren wir, dass die NBB hier eine 900-m-Gasleitung saniert, in sechs Bauabschnitten …
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Ohne Kultur wär’ alles ärmer
Der Kulturförderverein Phoenix e. V. feierte Jubiläum
Der Phoenix, der sich vor nunmehr 25 Jahren aus der Karower »Asche« erhob, fliegt noch immer mit ausgebreiteten Schwingen umher mit dem Ziel, Kultur in der Region zu fördern. Ohne ihn, den Phoenix e. V., wäre es um die Kulturlandschaft von Karow und Buch weit ärmer bestellt.
»2001 haben wir angefangen«, erinnert sich Birgit Benz an die Zeit, als sie nach Karow-Nord gezogen war und in dem ein paar Jahre zuvor auf der grünen Wiese errichteten Neubaugebiet viel zu wenig Kultur und Kunst vorfand. Sie sprach mit Nachbarn und fand schnell Gleichgesinnte. Auch ihr damaliger Mann fing Feuer und so wurde der Förderverein für Kultur im Kiez schnell gegründet und mit Leben gefüllt – alles immer nach Feierabend oder an den Wochenenden, denn alle arbeiten hier ehrenamtlich.
»Damals herrschte eine Aufbruchstimmung, viele suchten soziale Kontakte und wünschten sich gemeinsame Orte und Projekte«, erzählt die Vereinschefin. Offene Ohren für eine Galerie im 1. Stock fanden sie gleich zu Beginn im Jugendzentrum »K 14«. Literaturcafés fanden statt und Tanzabende im großen Saal.
Ein Vierteljahrhundert ist vergangen. Birgit Benz ist noch immer an Bord und hält die kulturellen Fäden fest zusammen…
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Podiumsdiskussion in Buch
Nach Übergabe von über 4.600 Unterschriften für die 7 Forderungen zur Anpassung der Bebauungsplanung (jetzt B-Plan 3-95) des Senatsbauvorhabens »Buch Am Sandhaus« an das Abgeordnetenhaus (Nov. 2021), nach einer Demo und Kundgebung (Juni 2023) in Buch mit über 600 Teilnehmern für die gleichen Forderungen und nach der Podiumsdiskussion (Dez. 2023) mit Senator Gäbler, die zu einem zeitweiligen Runden Tisch Buch, jedoch weder zu Anpassungen des B-Planes noch zur Einbeziehung des Regierungskrankenhauses in den B-Plan (um Bebauung nahe der großen Moorlinse zu vermeiden) führten, gibt die Initiative Buch Am Sandhaus nicht auf. »Wir veranstalten vor den Berlin-Wahlen im September zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen eine öffentliche Podiumsdiskussion am Dienstag, 25.08., 18.30 Uhr, Mensa Campus Buch, Robert-Rössle-Str. 10«, so Dr. Christoph Jung von der Initiative .
Die Gäste werden zum Schwerpunkt Wohnungsbauvorhaben in Buch, speziell Buch Am Sandhaus, befragt. So geht es u. a. um den Schutz der angrenzenden Naturräume der Moorlinsen, des Waldes und der »Moorwiese«, um den Ausbau des ÖPNV und um Anpassungen des B-Plan 3-95 für Buch Am Sandhaus. Außerdem ist Zeit für Fragen aus dem Publikum.…
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Politiker-Talk über Karows Entwicklung
Vertreter der Parteien stellten sich den drängenden Fragen von Karower Bürgern
Dass Politiker die Neigung, haben, ihre Ausführungen ausufern zu lassen, war am 18. Juni bei einer großen Podiumsdiskussion auf dem Hof der Karower Stadtmission nicht erlebbar. Die zwei Frage-und-Antwort-Stunden vergingen vergleichsweise schnell. Der Veranstalter – der Verein Wir für Karow e. V. – sorgte u. a. mit seiner Moderatorin Andrea Köhn und einer Zeitmesserin, deren Uhr nach jeweils 2 Minuten Redezeit Töne von sich gab, für das straffe und konzentrierte Antworten der zwölf Podiumsgäste von Linken, SPD, B90/ Grüne, CDU, FDP und AfD.
Etwa 300 Interessierte hatten den Weg nach Alt-Karow gefunden, um Antworten auf drängende Fragen zu erhalten und sich ein Bild zu machen über die parteispezifischen Ausrichtungen beim Blick auf Karows Entwicklung. Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage nach der Haltung der Politiker zum BVV-Beschluss von 2020. Zur Erinnerung: Nach einer Sammlung von etwa 4.000 Unterschriften und einem Einwohnerantrag in der Pankower BVV hatten es Ende 2020 engagierte Bürger geschafft, dass eine unter ihrer Mitwirkung entstandene Rahmenplanung beschlossen wurde. Ein Sieg der Vernunft. Ihr Inhalt – eine Verkehrslösung vor Bebauung, eine max. Wohnungszahl von bis zu 2.300, Abstandsregeln und eine max. Bauhöhe von 4 Geschossen sowie die Beachtung des Schichtenwasserproblems. Doch dann übernahm 2021 der Senat die weitere Planung. Der aktuelle Stand ist nun – nach dem Ausfall einer Infoveranstaltung im Mai wegen zu großen Interesses, – im Internet nachzulesen. In den drei Planungsgebieten von Karow-Süd sollen jetzt ca. 5.000 Wohneinheiten entstehen. Bis zu 13.000 Menschen würden dann nach Karow ziehen.
»Unser Vertrauen in die Senatsverwaltung ist nicht gestiegen«, erklärte Vereinsvorsitzende Elke Großmann. »Deshalb geht es uns weiterhin um die Gretchenfrage: ‘Wie halten Sie es mit unserem Einwohnerantrag von 2020?’, akzeptieren Sie eine dichtere Bebauung als von der BVV beschlossen?« .…
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