Aktuelles

Steine HengeVon der City an den Stadtrand
Sechs schwergewichtige Skulpturen vom Kulturforum stehen nun in ehemaliger Rieselfeldlandschaft
Wer am 6. , 7. und 8. November in den ehemaligen Rieselfeldern nahe Hobrechtsfelde unterwegs war, ob zum Joggen, Radfahren oder mit dem geliebten Vierbeiner, der wird sie nicht übersehen haben. Mehrere Kräne und Schwerlasttransporter der Stiftung Preußischer Kulturbesitz unter Federführung der Neuen Nationalgalerie transportierten für den Verein »Steine ohne Grenzen e.V.« kreuz und quer über Stock und (im wahrsten Sinne des Wortes) Stein, Skulpturen großen Formates. Der Grund, ihre schon lange geplante Umsetzung vom Kulturforum in Berlin-Mitte an den Berliner Stadtrand, denn am Kulturforum entsteht in den nächsten Jahren das Museum des 20. Jahrhunderts (»Museum der Moderne«), das gerade wegen seiner explodierenden Kosten in der Kritik steht.

Steine KulturforumDie Skulpturen entstanden in dem von den Bucher Bildhauern Silvia Fohrer und Rudolf J. Kaltenbach initiierten Bildhauer-Symposion 2003 in Berlin-Mitte und während des legendären Bildhauersymposions E88. Die steinernen Zeugnisse, darunter auch das Werk »Nekropole« von Justus Chrukin mit insgesamt 30 Tonnen, haben in friedlicher Umgebung ein neues Zuhause vor den nördlichen Toren Berlins gefunden …



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DemoBI Karow: »Hochhäuser? Nein danke!«
Demo in Karow gegen unausgegorene Bebauungspläne von Senat und Bezirk
Demokratie von unten: Kurz vor dem 30. Jubiläum des Mauerfalls demonstrierten am 7. November Bürger aus Karow und Buch in einem BÜRGERaufBEGEHREN gegen die unausgegorenen Bebauungspläne des Senats. Im Nordosten Berlins sollen mehrere Zehntausend Wohnungen entstehen, teilweise in vielstöckigen Hochhäusern, obwohl es dafür derzeit noch nicht einmal ein Verkehrskonzept gibt (»BB« berichtete).
Kurz vor der Zusammenkunft erreichte die Bürger die Nachricht, dass der Senat den von ihnen angeregten Ausbau der U-Bahn nach Karow und Buch offenbar ablehnt. Entsprechend aufgeheizt war die Stimmung vor der Karower Stadtteilbibliothek in der Achillesstraße. Etwa 60 Betroffene, von Familien mit Kleinkindern über Gymnasiasten bis zu Rentnern, waren, geschützt von der Polizei, zu der angemeldeten Kundgebung zusammengekommen. Die Bürgerinitiative Karow hatte Slogans wie »Hochhäuser Nein Danke« oder »Karow wehrt sich! 3500 Stimmen gegen eine maßlose Bebauung« mit Kreide auf den Gehweg gesprüht. Spruchbänder machten auf »Grüne Wähler schockiert«: »Pankow im Klimanotstand« aufmerksam, forderten »Erst Klimaschutzkonzept, dann Verkehrskonzept, erst dann Baupläne…

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Weihnachtsmärkte der Region

BUCH
★ 8. Bucher Weihnachtszauber am Sonnabend, 14. 12., von 14–20 Uhr und am Sonntag, 15. 12., von 12–18 Uhr. In der wunderschönen Kulisse des historischen Stadtgutes Buch (Alt-Buch 45-51) gibt es eine bunte Vielfalt von Kunsthandwerk, Selbstgenähtem, schönen Geschenkideen sowie kulinarischen Genüssen.
★ Am Sonnabend, dem 7. Dezember, von 14 bis 18 Uhr findet das Adventsfest im Ludwig-Hoffmann-Quartier, im Karuna-Saal der Montessori-Geimeinschaftsschule (H 25), Wiltbergstr. 50, statt

Karow
★ Der traditionelle Karower Weihnachtsmarkt findet am Sonnabend, dem 7. Dezember, von 12–18 Uhr auf der Piazza, Achillesstraße/Ecke Bucher Chaussee statt. In weihnachtlicher Atmosphäre präsentieren sich an Ständen Karower Vereine, Initiativen und Unternehmen.

Blankenburg
★ Am 30. November verwandelt sich von 15 bis 18 Uhr die Albert Schweitzer Stiftung in Blankenburg, Bahnhofstr. 32, in ein weihnachtlich geschmücktes Gelände. Unter dem Motto »Weihnachten im Märchenwald« ist der diesjährige Adventsbasar gestaltet.
★ Blankenburger schenken sich und ihren Gästen wieder ein Weihnachtsfest. Es findet am Sonntag, dem 8. Dezember, zwischen 12 und 18 Uhr im Gemeindegarten, in Alt-Blankenburg 17 statt. Eine historische Weihnachtskrippe ist zu bewundern, ein vielseitiges Programm ist geplant.

Panketal
★ Der Förderverein der FFW Zepernick e.V. lädt wieder zum Weihnachtsmarkt vom 6. bis 8. Dezember ein (Fr 16–24 Uhr, Sa 11–1 Uhr, So 11–16 Uhr). Die Kinderweihnachtsparade findet am 7. 12. ab 17 Uhr, die traditionelle um 18 Uhr statt; die Glühweinmeile beginnt ab 14 Uhr.

Malchow
★ Einen lichterfrohen Weihnachtsmarkt gibt es am Sonntag, dem 8. Dezember, von 12 bis 18 Uhr auf dem historischem Naturhof Malchow, Dorfstraße 35.

Bernau
★ Vom 12. bis 15. Dezember, Do 14–20 Uhr, Fr/Sa 12–21 Uhr und So 12–18 Uhr, ziehen Glühwein- und Bratapfelduft durch die Bernauer Innenstadt. Vier Tage lang lädt der Bernauer Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz, der Bürgermeisterstraße, dem Kirchplatz und in der Brauerstraße und Louis-Braille-Straße ein.
★ Einen kleinen Adventsmarkt gibt’s am Sonnabend, dem 30. 11., ab 14.30 Uhr rund um die Dorfkirche Schönow. Um 16 Uhr tritt der Galeriechor Schönow in der Kirche auf.
★ Der historische Adventsmarkt, idyllisch am Dorfteich Börnicke gelegen, findet in diesem Jahr am Sonnabend, dem 7. 12., von 14 bis 21.45 Uhr statt. …

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Buergermeister Benn»Unsere Hand im Bezirk ist ausgestreckt«
Gespräch mit Pankows Bürgermeister Sören Benn über Verwaltung, Bauprojekte und Verkehrsprobleme
Sören Benn (51) ist seit 2016 Pankower Bürgermeister. Davor war er Baufacharbeiter, Schauspieler, Sozialpädagoge, politischer Referent im Abgeordnetenhaus, Bezirksvorsitzender der Linken, BVV-Mitglied. Er lebt mit Frau und drei Kindern in einer Patchworkfamilie in Niederschönhausen.

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LED LampeLicht und viel Schatten
Warum es auch in Karow und Buch nachts viel dunkler ist als früher und wann sich das ändern soll
»Denn die einen sind im Dunkeln und die anderen im Licht. Und man siehet die im Lichte die im Dunkeln sieht man nicht.« Was Bertolt Brecht vor gut 90 Jahren dichtete, wird heute für viele Berliner im Nordosten wahr. Seit Oktober lässt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) in diversen Kiezen Straßenlaternen austauschen. Die neuen hellen LED-Spots leuchten die Straßen besser aus als die alten DDR-Lampen, sagen die Einen. Andere Anwohner beschweren sich über die Dunkelheit zwischen den Spots, auf Bürgersteigen und in Einfahrten. Eine Beleuchtungs-Expertin des Senats gegenüber »BB«: »An vielen Stellen klappt es gut, an anderen aber nicht.« Wie auch bei der zeitgleichen Verlegung der Brücken-Baustellen und der Vorfahrtstraßen wurden die Anwohner nicht vorher informiert.
Warum werden die Laternen getauscht? Bei den alten Lampen in den ehemaligen DDR-Stadtteilen handelt es sich überwiegend um RSL-Leuchten, die zwischen ca. 1965 und 1988 in Pößneck hergestellt und mit zwei Glühlampen bis 120 Watt bestückt wurden. Die Laternen lieferten diffuses Licht in alle Richtungen, so dass auch Bürgersteige und Hauseingänge beleuchtet wurden. Die RSL-Leuchten verbrauchten aber mit durchschnittlich 750 kWh/Jahr/Lampe vergleichsweise viel Strom, so dass der Senat bereits vor Jahren je eine der zwei Birnen in den Lampenköpfen abschalten ließ. Ersatzteile sind kaum lieferbar, die Lampenköpfe marode. 2016 entschied der Senat, nur noch LED-Leuchten zu beschaffen...

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PlanspielOhne Jugend ist kein Staat zu machen
Panketaler Jugendliche übten sich in lebensnahem Demokratieplanspiel
Es ist sehr ruhig im Raum, als Thiemo Harenkamp die Frage stellt »Wer ist für den Antrag der Fraktion…?« Die Hände gehen nach oben. »Gegenstimmen? Stimmenthaltungen? Damit ist der Antrag angenommen.« Harenkamp ist stellvertretender Vorsitzender der Gemeindevertretung von Panketal, an seiner Seite Cassandra Lehnert, die Vertreterin des Bürgermeisters. Aber die Gemeindevertreter sind jung, sehr jung. Auch die Örtlichkeit ist ungewöhnlich – es ist die Mensa der Gesamtschule Zepernick, das Ambiente jedoch entspricht dem im Ratssaal der Gemeinde Panketal…
Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat vor einigen Jahren das »Planspiel Kommunalpolitik« entwickelt, um Jugendliche an die Politik heranzuführen und sie eventuell auch für eine aktive Teilnahme zu ermutigen. In diesem Jahr konnte sie 65 politikinteressierte Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen aus Schwanebeck und Zepernick für eine Teilnahme gewinnen; sechs aktive bzw. ehemalige Gemeindevertreter Panketals waren bereit, sich aktiv an diesem Projekt zu beteiligen. Am ersten Tag erfuhren die Jugendlichen allgemeine Dinge über die Kommunalpolitik und besuchten am Abend eine »echte« Gemeindevertretersitzung. Zwei der Schüler haben es sich sogar zugetraut, eine Anfrage an den Bürgermeister zu richten...

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