Gesundheit & Forschung

PalliativstationLetzter Rückzugsort
Alltag auf der Palliativstation des Bucher Helios-Klinikums – ein Stationsleiter erzählt
Patienten, die sich in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Krankheit befinden und deren Lebenserwartung begrenzt ist, können auf der Palliativstation im Helios Klinikum Berlin-Buch zur Ruhe kommen. Stationsleiter Jürgen Richter erklärt, wieso die Station für viele Betroffene und ihre Angehörigen ein letzter, wichtiger Rückzugsort ist.
Die Möglichkeiten der Palliativmedizin sollten Patienten nicht mehr Tage zum Leben geben, sondern viel mehr den Tagen mehr Leben – so wird Cicely Saunders, englische Ärztin und Pionierin auf dem Gebiet der modernen Palliativmedizin, häufig zitiert. Aus diesem Grund umfasst das Konzept der Krankheitsbegleitung unheilbar kranker Menschen neben der medizinischen Behandlung auch die psychologische Betreuung der Patienten. Schließlich müssen sich die Erkrankten und ihre Angehörigen offen und ehrlich mit dem Tod und damit der Endlichkeit des eigenen Lebens auseinandersetzen und Abschied voneinander nehmen. Eine Situation, die viele Menschen schlichtweg überfordert.

In Momenten wie diesen sind Jürgen Richter, Leiter der Station für Palliativmedizin, und sein Team zur Stelle. Sie begleiten ihre Patienten in der letzten Phase ihres Lebens und ermöglichen ihnen durch schmerzlindernde Maßnahmen vor allem mehr Lebensqualität. »Ein großer Schwerpunkt ist die medikamentöse Behandlung der Symptome der Patienten«, erklärt Jürgen Richter. »Hier stehen insbesondere Schmerzen im Vordergrund, aber auch Luftnot, Übelkeit und Erbrechen, Obstipation und Diarrhoe. In der Schmerztherapie haben wir den Anspruch, den Patienten so schnell wie möglich von den Schmerzen zu befreien oder sie zumindest auf ein für ihn akzeptables Maß zu verringern.« Die Voraussetzung dafür? Jede Menge Feingefühl. »Allen Mitarbeitern ist klar, dass wir uns mit sterbenden Menschen beschäftigen, die zugleich aber auch Lebende bis zu ihrem Tod sind, denen all unsere Aufmerksamkeit gebührt«, betont der Stationsleiter, »Wichtig ist es, auf Probleme der Patienten unmittelbar zu reagieren, sodass sie zum Beispiel auf zusätzliche Schmerzmedikamente bei auftretenden Schmerzspitzen nicht warten müssen. Wir handeln nach dem Grundsatz: Probleme werden sofort angegangen, Fragen möglichst zügig beantwortet, Wünsche rasch erfüllt.« …
Foto: Thomas Oberländer/Helios Kliniken

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Mein 9. November
Beschäftigte des MDC Buch erinnern sich an die Wendezeiten vor 30 Jahren
Der Jubiläumsmonat, 30 Jahre nach dem Falle der Mauer am 9. November 1989, liegt hinter uns. Dennoch sind die Geschichten, Erlebnisse, Gefühle rund um die Wendezeit in vielen von uns lebendig. Das Max-Delbrück-Centrum Buch hat ein spannendes Projekt kreiert, das diese persönlichen Sichten und Erfahrungen festhält. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden aufgerufen, sich an die Tage vor 30 Jahren zu erinnern: Was bedeutet Ihnen der 9. November 1989 heute und wie erinnern Sie sich an das Jahr 1989? Herausgekommen ist ein Stück Erinnerungskultur.
Auf der Internetseite www.mdc-berlin.de/de/9november sind seit 1. November Augenzeugenberichte, Erinnerungen und Reflexionen von MDC-Beschäftigten nachzulesen und -zuhören. Es ist ein Stück Geschichtsschreibung von unten, mit Stimmen von Jens Reich und Detlev Ganten und 39 weiteren Mitarbeitern, nicht nur aus Ost- und Westdeutschland, sondern aus vielen verschiedenen Ländern…

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