Gesundheit & Forschung

PlanetariumGläsernes Labor greift nach den Sternen
Traditionelle Vorlesungsreihe des Campus Buch findet jetzt im Planetarium statt
Wir brauchen einen Wegweiser nach Buch«, sagen die Mitarbeiter des Gläsernen Labors auf dem Campus Buch. »Immer noch wird der Ortsteil Buch von vielen Besuchern nicht mehr zu Berlin gerechnet. Selbst die Bucher sprechen davon: Ich fahre heute nach Berlin.«
Das muss geändert werden, finden sie. Spätestens, wenn das Bildungs- und Integrationszentrum in Buch gebaut wird, müsse Buch über seine Grenzen bekannt gemacht werden. »Darum beginnen wir jetzt damit und gehen in die Prenzlauer Allee zum Zeiss Groß Planetarium.«
Die Vorlesungsreihe gibt es seit 2003 und die ersten fünf Jahre fanden in der FU in Dahlem statt, ab 2008 wurden die Vorträge im MDC.C des Bucher Campus veranstaltet.

Nun startet die 15. Vorlesungsreihe am 16. Oktober 16-18 Uhr zum ersten Mal in der Kuppel vom Zeiss Groß Planetarium. Dr. Oliver Daumke vom MDC wird den Eröffnungsvortrag »Molekulare Fesseln gegen das Grippevirus« halten.
Foto: Stiftung Planetarium Berlin

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Selbsthilfe KseniaMigration und Selbsthilfe
Im Selbsthilfezentrum der Albatros gGmbH in Buch gibt es einen neuen Themenbereich »Migration und Selbsthilfe«. »BB« sprach mit Mitarbeiterin Ksenia Telepova über eine erste Gruppengründung zu dieser Thematik.
»BB«: Wen wollen Sie ansprechen?
Ksenia Telepova: Wir laden russisch sprechende, muslimische Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen ein, an dieser neuen Gruppe teilzunehmen, auch wenn das Konzept der Selbsthilfe in ihren Herkunftsländern nicht immer bekannt ist. In der Anfangsphase werde ich die Gruppe begleiten.
»BB«: Um welche Problematik soll es gehen?
K. Telepova: Die Menschen, die zu uns kommen, müssen sich mit einer Vielzahl von Problemen herumschlagen. Da gibt es natürlich die sprachliche Barriere. Sie haben Unmengen von Anträgen zu erledigen und müssen sich in ihrer neuen Umgebung einleben. Natürlich fühlen sie sich fremd, viele haben traumatische Kriegs- und Fluchterfahrungen gemacht. Sie wissen nicht, wie es weitergeht. Da staut sich einiges an.
»BB«: Die Selbsthilfegruppe soll sie auf gewisse Weise entlasten?
K. Telepova: Ja, es geht um ihre psychische Gesundheit. In der Gruppe können sie im Kontakt mit Gleichbetroffenen über ihre Erfahrungen und Ängste reden, sich gegenseitig über konkrete Schwierigkeiten austauschen und miteinander Lebensmut schöpfen. Sie wissen nicht, wie die Zukunft für sie aussieht, das ist ein großer Druck.
»BB«: Gibt es in den Flüchtlingsunterkünften keine Hilfen?
K. Telepova: Die Einrichtungen können das meist nicht leisten. Generell existiert noch ein großes Defizit hinsichtlich der psychosozialen Beratungsan- gebote. Albatros bietet übrigens in der KBS Pankow – und dienstags 11-16 Uhr im Bucher Bürgerhaus – psychosoziale Beratung für arabisch sprechende Geflüchtete an.
Mit unserer ersten Selbsthilfegruppe wollen wir die Stärken und Potenziale der Frauen stärken. Wenn sie es schaffen, über ihre Situation mit anderen zu reflektieren, ist schon ein erster Schritt zu einem selbstbestimmteren, gesünderen Leben getan.
»BB«: Kostet die Teilnahme etwas?
K. Telepova: Das Angebot ist kostenfrei, die Krankenkassen fördern die Selbsthilfe.