Gesundheit & Forschung
Der Glücksfall für Buch und den Campus
Der Gründungsdirektor des MDC Berlin-Buch feierte im März seinen 85. Geburtstag
Der Campus war von Stacheldraht umzäunt, etwas grau, »noch so richtig DDR«. Als Professor Detlev Ganten 1991 von Heidelberg nach Berlin-Buch kam, war es keineswegs selbstverständlich, dass hier innerhalb weniger Jahre ein international anerkanntes biomedizinisches Forschungszentrum entstehen würde. Im Gegenteil: Für die rund 2.000 Mitarbeiter*innen der ehemaligen Aka- demie-Zentralinstitute für Molekularbiologie, Krebs- und Herz-Kreislauf-Forschung war es eine Zeit der völligen Unsicherheit. Nur 350 von ihnen sollten am 1992 neu gegründeten Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin eine Anstellung finden.
Aus dieser Situation »etwas menschlich Akzeptables, wissenschaftlich Gutes in kurzer Zeit zu schaffen, das war die große Herausforderung«, erzählte Gründungsdirektor Ganten in einem Zeitzeugeninterview. Es ist ihm meisterhaft gelungen.
Detlev Ganten wurde am 28. März 1941 in Lüneburg geboren. Er wuchs in Bremen auf und studierte Medizin in Würzburg, Montpellier und Tübingen. Im Anschluss an einen Forschungsaufenthalt im kanadischen Montréal habilitierte er an der Universität Heidelberg. Dort spezialisierte er sich auch als Facharzt für Pharmakologie.
Nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung Deutschlands tauschte er die Bluthochdruckforschung am Neckar gegen eine Pionieraufgabe auf dem Campus Berlin-Buch. Der Bundesforschungsminister ernannte Ganten am 1. Januar 1992 zum Gründungsdirektor und Wissenschaftlichen Vorstand des »Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin«. Ein Jahr später folgte ein Ruf an den Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie der Freien Universität Berlin.
Statt Tabula rasa zu machen, führte Ganten in Berlin-Buch möglichst viel Erhaltenswertes weiter. Dazu gehörte insbesondere die Verbindung zwischen Forschung und Klinik…
Foto: Felix Petermann/MDC
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Eine echte Oase für Kinder
Ronald McDonald Oase in Buch feiert 10-Jähriges
Spiel mit mir!« – unter diesem Motto stand der Jahresempfang 2026 der Ronald McDonalds Kinderhilfe in Buch. Und das nicht ohne Grund. Die Ronald McDonald Oase, die sich in der Kinderklinik des Helios Klinikums Buch befindet, feiert in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen (Foto).
In der Bucher »Oase« stehen die kleinen BesucherInnen vor einer großen Herausforderung: Sie alle sind krank, da ist das mit dem Spielen und dem Einfach-Kind-sein-Dürfen oft gar nicht so einfach. Und doch staunen die Mitarbeiter jeden Tag, wie oft das Kind-Sein siegt, die Neugierde und die Lust am Spiel gewinnen und für alle körperlichen Einschränkungen irgendwie eine Lösung gefunden wird. Denn wenn die allermeisten Kinder eins haben, dann ist es eine ganz erstaunliche Kraft.
Die Mitarbeiter helfen in der Oase mit Spiel- und Bastelangeboten, sie vertreiben die Langeweile und lenken nur zu gerne von der Schwere des Klinikalltags und der Erkrankung ab. Hier gibt es für die Kinder immer etwas zu erleben – und ganz nebenbei für alle Eltern ein offenes Ohr, eine gute Tasse Kaffee und frisch duftenden Kuchen zum Kräfte-Wecken oder gar den Massagesessel für die wohlverdiente kleine Auszeit…
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