Gesundheit & Forschung

baur miriamTypisches Volksleiden Hämorrhoiden
Ursachen, Symptome und Behandlung von Hämorrhoiden      
Das Helios Klinikum Berlin-Buch hat in einer Analyse untersucht, welche Krankheiten und Symptome in Deutschland besonders oft im Internet gesucht werden. In der Rangliste haben es die Hämorrhoiden auf Platz drei geschafft. Mit einem Suchvolumen von 368.000 innerhalb eines Jahres, was fast fünfmal so hoch ist wie das Suchvolumen von Migräne (74.000), scheinen sich auffällig viele Betroffene über dieses Volksleiden im Internet zu informieren.

Das Hämorrhoidal-Leiden ist eine der häufigsten Erkrankungen in den Industrienationen. So sind symptomatische Hämorrhoiden ein typisches Volksleiden, das etwa 70 Prozent aller Erwachsenen im Laufe ihres Lebens betrifft, wobei Männer und Frauen etwa gleich häufig betroffen sind. In einer Körperregion, über die ungern gesprochen wird, zeigen sich durch vergrößerte Hämorrhoiden häufig unspezifische Symptome wie Juckreiz, Brennen, Blutauflagerungen auf dem Stuhlgang oder auch Schmerzen. Die eigentlich gutartige Erkrankung kann frühzeitig behandelt werden und kann unbehandelt im fortgeschrittenen Stadium zu starken Beschwerden führen. Die Therapie-Möglichkeiten reichen von Hausmitteln bis hin zur Operation in weiter fortgeschrittenen Fällen.
Was sind Hämorrhoiden? »Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Hämorrhoiden sind natürliche Schwellkörper, die aus einem gut durchbluteten Gefäßgeflecht von Venen und Arterien im oberen Analkanal bestehen. Neben den Schließmuskeln (grobe Kontinenz) sind sie für die Feinabdichtung notwendig. Krankheitswert haben Hämorrhoiden erst, wenn sie dauerhaft vergrößert sind und Beschwerden verursachen. Wir Proktolog:innen sprechen dann von einem Hämorrhoidal-Leiden«, erklärt  Dr. Miriam Baur, Oberärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Bereichsleiterin Koloproktologie im Helios Klinikum Berlin-Buch…
Foto: T. Oberläder/Helios Kliniken

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Millionen für Bucher Wissenschaftler
Die Neurowissenschaftler Gary Lewin und James Poulet vom Max Delbrück Center Berlin-Buch bekommen jeweils einen ERC Advanced Grant, um Schmerz und die neuralen Mechanismen der Temperatur-Wahrnehmung zu untersuchen. Die begehrte Auszeichnung ist mit einer Förderung von 2,5 Millionen Euro verbunden.
Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat Prof. Gary Lewin, Neurowissenschaftler am Max Delbrück Center, bereits zum dritten Mal mit einem prestigeträchtigen Advanced Grant ausgezeichnet. Mit der Förderung in Höhe von 2,5 Mio Euro über fünf Jahre wird er untersuchen, wie die Nerven in der Haut eine Überempfindlichkeit auf mechanische Reize entwickeln und chronische Schmerzen verursachen. »Diese Forschung könnte der Grundstein für neue Schmerzmittel sein, die dringend gebraucht werden«, sagt Lewin. (…)
Auch Prof. James Poulet vom MDC fördert der ERC mit einem Advanced Grant über 2,5 Mio Euro. Der Neurowissenschaftler will analysieren, wie bei Säugetieren Körperkerntemperatur und ihre Wahrnehmung der Außentemperatur zusammenhängen…

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