Aktuelles

AktenAkten im Stasi-Krankenhaus vergessen
Daten von 25.000 Patienten wurden in leerstehendem Gebäude in Buch gefunden
Ein Schrank ist beim Umzug 2007 übersehen worden. In ihm alte Daten von 25.000 Patienten des Klinikums Buch. Nach einem Hinweis fanden Helios-Mitarbeiter die alten Dokumente am 15. Januar im ehemaligen Stasi-Krankenhaus an der Hobrechtsfelder Chaussee (ÖB VI). Sie sollen in einem eingebauten Wandschrank gelegen haben, in dem ansonsten die Kabelversorgung und Haustechnik untergebracht worden sei. Es gibt Hinweise, dass Personen widerrechtlich in das Objekt eingedrungen sind.

»Die Dokumente stammen nicht, wie in Presseberichten beschrieben, aus der ehemaligen Stasi-Klinik, die sich bis Ende 1989 auf dem Gelände befand, sondern aus der orthopädischen Abteilung des Städtischen Klinikums Buch, dem sogenannten Waldhaus«, erklärte zwei Tage später Dr. Sebastian Heumüller, Geschäftsführer des Helios Klinikums Berlin-Buch. »Nach unserer derzeitigen, noch nicht abgeschlossenen Auswertung handelt es sich um OP-Bücher und Kopien von OP-Protokollen von orthopä- dischen und unfallchirurgischen Eingriffen.«
Bisher gesichtet worden seien drei OP-Bücher, in denen Operationen von rund 6.000 Patienten in den Jahren 1962 bis 1979 im Waldhaus aufgelistet wurden, zwei Bücher zur Betäubungsmitteldokumentation aus den Jahren von 1967 bis 1976, insgesamt 27 Aktenordner mit Fotokopien von OP-Protokollen der Jahre 1991 bis 1999. In keinem Fall handele es sich um Patientenakten, die die Krankheitsgeschichte eines Patienten dokumentieren, es seien meist einseitige Protokolle unfallchirurgischer und orthopädischer Eingriffe, so der Bucher Geschäftsführer. Merkwürdig daran ist, dass seit 1989 keine Operationen mehr im »Waldhaus« stattfanden, die Orthopädische Klinik zog in den ÖB V (Hobrechtsfelder Chaussee). Das sogenannte »Waldhaus« an der Zepernicker Straße steht seit 1992 leer. Die Patientendaten wurden nach der Wende im früheren Stasi-Krankenhaus deponiert, weiß ein früherer Mitarbeiter…


Foto: Helios Klinikum Berlin-Buch
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MUF Lindenberger WegErste Bewohner eingezogen
Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) und der Bezirk Pankow hatten bereits im Mai 2018 zu einem Tag der offenen Tür in die neu erbaute Modulare Unterkunft für Flüchtlinge mit ihren bis zu 450 Plätzen im Lindenberger Weg 25 eingeladen. Mittlerweile sind 54 Menschen eingezogen, Woche für Woche werden es langsam mehr, wie jetzt der LAF-Pressesprecher Sascha Langenbach gegenüber »BB« erklärte. Die Verzögerung hatte bautechnische Gründe. Außerdem ist die Entscheidung des Senats noch immer nicht darüber gefallen, welche Container-Standorte in Berlin als erste geschlossen werden sollen. »Zurzeit haben wir nur die Kenntnis, dass die Gemeinschaftsunterkunft Tempelhofer Feld mit 850 Personen schließen soll. Über die 884 Personen, die derzeit in Pankow in Containern leben, ist noch keine Entscheidung gefallen«, so Langenbach. »Sollte auch nur eine dieser Unterkünfte in den kommenden Monaten geschlossen werden, ist das Objekt Lindenberger Weg sehr schnell voll.« …

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Kino im MDCCEs gibt kein Kino in Buch…?
…von wegen! Auf dem Bucher Campus werden monatliche Vorführungen angeboten – kostenfrei
Noch immer ein Geheimtipp und doch schon viele Jahre in Buch etabliert, ist das »Kino unterm Campushimmel«. Ursprünglich als Freiluftkino unter dem Sternenhimmel gedacht, ist es seit Jahren eine feste Institution auf dem Campus Buch – früher als Akademie der Wissenschaften bekannt. Das mit dem Sternenhimmel hat sich als leider unmöglich erwiesen. Zum einen müsste man ausreichend Sitzgelegenheiten draußen auf der Wiese organisieren, aber auch die Möglichkeit schlechten Wetters und technische Faktoren stellten Hindernisse dar, so dass es jetzt die wunderbare Ganzjahresvariante unter dem Dach des MDC-Kommunikationszentrums gibt.
In diesem Jahr werden die Filme ausschließlich in deutscher Sprache gezeigt, was sicher für die Bucher ein Grund mehr sein könnte oder sogar sollte, den Schritt auf den Campus zu wagen und diesen einmal von einer ganz anderen Seite als bisher kennenzulernen. Vielleicht – und das hoffen die Organisatoren sogar – bringt dieses Kennenlernen auch weitere Impulse, sich mit dem Campus, seiner Geschichte und dem, was ihn heute ausmacht, zu beschäftigen.
2019 ist das Jahr 30 nach dem Mauerfall. Das haben die Campus-Film-Freunde zum Anlass genommen, ganz andere Filminhalte in den Mittelpunkt der Kinoabende zu stellen. In den Archiven der DEFA fanden sie Perlen der DDR-Filmgeschichte. Filme, die damals verboten waren und dabei doch so genau das Leben in der DDR und der Menschen mit all ihren Freuden, Sorgen, ihrer Begeisterung, aber auch ihren Konflikten nachzeichnen.
Filmprogramm 2019:
28. 2. Familie Brasch

27. 3. Spur der Steine

24. 4. Die Rapoports – Unsere drei Leben

21. 5. Die Legende von Paul und Paula

19. 6. Solo Sunny
Till Ulenspiegel (27.11.)


Die Filme beginnen jeweils um 18 Uhr.

Für folgende Filme stehen Termine noch nicht fest:


Jadup und Boel

Die Taube auf dem Dach

Das Kaninchen bin ich

Und nächstes Jahr am Balaton

Semmelweis – Retter der Mütter

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Mobile Polizeiwache vor Ort
Im Februar und März beraten und informieren Polizei-Beamte vor Kaufland in Buch
Derzeit ist an eine fest installierte Polizeiwache in Buch oder Karow zwar nicht zu denken, doch immerhin stehen jetzt Beamte des zuständigen Polizeiabschnitts 14 verstärkt mit einer Mobilen Wache vor Ort. Im Januar hatten die Karower Gelegenheit, sich auf der Piazza beraten zu lassen. Die Mobile Wache fährt im Februar und März auch den Ortsteil Buch an. Die Polizeibeamten sind dann – sollte es keine personellen Engpässe geben – vor dem Kaufland-Eingang an der Walter-Friedrich-Str. zu finden: am 6. 2.,14. 2.,18. 2. und 8. 3., jeweils 8–14 Uhr.


Suedtiroler AbendVon den Anfängen einer Liaison
Südtirol-Abend in Panketal / Gemeinde ist auf der Suche nach Partner»stadt«
Im Rahmen der Tätigkeiten der »Kunstbrücke Panketal« e. V. hat sich ein Komitee gegründet, das ein besonderes Anliegen verfolgt. Die Akteure wollen eine »Städte«-Partnerschaft mit einer Gemeinde in Südtirol auf den Weg bringen.
Was ist bisher passiert? Dr. Sigrun Pilz und Niels Templin von der »Kunstbrücke« taten sich mit dem Leiter der Wilhelm-Conrad-Röntgen-Gesamtschule Zepernick, Jürgen Flegel, zusammen, trafen sich mit Ideengeber Martin Jehle, der wiederum den Südtiroler Pädagogen Gabriel Haller, der gerade in Berlin arbeitet, mit ins Boot holte. Sie beschlossen, die Idee einer vorerst kulturell-schulischen Zusammenarbeit einem breiteren Publikum vorzustellen. Auch Panketals Bürgermeister Maximilian Wonke war von dem Vorschlag angetan und sah es auch als Probelauf für eine weitere mögliche Zusammenarbeit mit einer französischen Gemeinde.
So kam es zu der Einladung zu einem »Südtiroler Abend« am 19. Januar im ehemaligen Rathaus Zepernick in den Räumen der AWO, Heinestraße 1. Der relativ kurzfristigen Einladung folgten fast 70 Panketalerinnen und Panketaler…

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KnallschadenDer große Knall in BuchKnall
Silvester 2018 in Buch. Im Ortsteil wurde geböllert, was das Zeug hielt. Doch unter die Kategorie »Böllerei« fällt wohl nicht, was in der Walter-Friedrich-Straße 60 passierte.
Mieter Marcel P. und seine Freundin hörten gegen 3.15 Uhr eine große Detonation. Anfangs glaubten sie noch an einen »normalen« pyrotechnischen Exzess. Doch als Marcel P. der Sache auf den Grund geht, traut er seinen Augen nicht. In der 3. Etage des zehngeschossigen Wohnhauses zeigt sich ein Bild der Verwüstung. Die Türen mehrerer Wohnungen sind teilweise aus ihren Angeln gehoben und in die Wohnungen gedrückt worden, auch die Fahrstuhltür ragt in den Schacht, die Umrahmung und das umgebende Mauerwerk sind zerstört, Fenster zerborsten. Auch in der 2. und 4. Etage gibt es Beschädigungen. »Die Explosion hatte eine gewaltige Wucht«, so P. »Ich kann nicht an normale Böller glauben, die hier gezündet wurden«, so der 30-Jährige…

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