Aktuelles

KitaeroeffnungGute Nachricht für Karower Familien
Senatorin Scheeres eröffnete Integrationskita »Karow Kidz« im Gatterweg
Die Sonne lacht an diesem denkwürdigen 12. Juni. Auf den neuen Klettergerüsten der Kita »Karow Kidz« tummeln sich Kinder aus Afrika, Asien und Deutschland, behütet und beaufsichtigt von ihren festlich gekleideten Eltern. Sie feiern die Eröffnung der Einrichtung im Gatterweg kurz vor der nordöstlichen Stadtgrenze. Zum sechsstündigen Fest mit Ansprachen, Kinderliedern, einem kalten Buffet und Führungen sind gekommen: Familiensenatorin Sandra Scheeres (49, SPD), örtliche Prominenz, Mitarbeiter, Eltern und Kinder.

In die großzügigen Räume mit breiten Oberlichtern fällt helles Licht. Kita-Chefin Silke Anders-Holtz (47) ist an diesem heiteren Tag sichtlich stolz auf das Erreichte. Genau vor zehn Wochen kamen die ersten Kinder zum Eingewöhnen in die Kita. Der Entstehungsprozess war alles andere als ein Kinderspiel: Stressige drei Jahre Bauzeit und weitere zwei Jahre Planung liegen hinter den Mitarbeitern. 3,4 Mio Euro hat der Bau gekostet, etwa je zu einem Drittel getragen vom Bund, dem Land Berlin und dem Investor, der werteorientierten Genossenschaftsbank PSD. Bis zum Jahresende sollen hier 100 Kinder einen Platz bekommen. Derzeit werden 67 Kinder betreut.
Das Besondere: »Karow Kidz« ist eine Integrationskita, in der Migranten, Kinder mit und ohne Behinderungen vorwiegend aus Pankow gemeinsam betreut werden. Es gibt zwei besondere Fördergruppen für Kids mit Behinderungen. Silke Anders-Holtz: »Wir haben uns bewusst für den Standort im Norden von Pankow entschieden.« …

Lesen Sie ausführlicher in unserer Printausgabe


CrashFahrzeug prallte in Bucher Autohaus
Unfall in Alt-Buch mit einem Schwerverletzten und Scherben bei Mercedes
Ein schwerer Unfall, in den ein Lkw und ein Pkw verwickelt waren, ereignete sich am 12. Juni gegen 11.15 Uhr auf der Schwanebecker Chaussee kurz vor der Kreuzung Alt-Buch. Ein 63-Jähriger geriet mit dem Sattelzug in einer leichten Rechtskurve in den Gegenverkehr und stieß mit dem entgegenkommenden Skoda zusammen, in dem ein 41-Jähriger auf der Schwanebecker Chaussee (Richtung Bucher Chaussee) unterwegs war. Der Skoda prallte zunächst rückwärts gegen einen Lichtmast, der umstürzte, drehte sich dann und kam an einem Zaun zum Stehen. Der Sattelzug fuhr über die Gegenfahrbahn, touchierte einen Baum, fuhr weiter…
Foto: Dominic Hesse

Lesen Sie ausführlicher in unserer Printausgabe


HeidehausEin Haus für die Bürger
Gute Chancen für ein Panketaler Bürgerhaus im »Heidehaus«
Das Krankenhausgebäude (»Heidehaus«) soll saniert werden. Daraus soll ein Bürgerhaus/Gemeinschaftshaus/Kultur- und Vereinszentrum/eine Begegnungsstätte entstehen« – so begann die Zusammenfassung des Abschlussberichtes der Arbeitsgruppe Heidehaus im Oktober 2016. Und weiter: »Innerhalb der Verwaltung wird ein Vorhabensverantwortlicher/Projektleiter(in) bestimmt, der/ die damit beauftragt wird, die Organisation zu übernehmen und die Möglichkeiten der Gestaltung der Innenräume auszuloten: Veranstaltungs- und Seminarräume, Cafe, Lernküche, Räume für Schulungen, Kurse, Vereinstätigkeit, Seniorengruppen; Gymnastikräume, Beratungsräume, stille Gewerbe (Friseur, Fuß- und Nagelpflege, Ergotherapie, Physiotherapie – möglichst mit Aquatherapie, Arztpraxis), Sauna…«.
Die AG hatte sich im Vorfeld auch von Ina Zabel, Mitarbeiterin des Bezirksamts Pankow, beraten lassen, die das Konzept des Bürgerhauses in Buch gestaltet hatte.
Die Panketaler Gemeindevertretung hat sich in ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl im Mai durchgerungen, die fällige Entscheidung zu treffen – im Sinne der AG Heidehaus (»BB« berichtete). In den vergangenen drei Jahren gab es mehrere Beratungen zu dem Thema inklusive einer Sondersitzung, die allesamt scheiterten. Auch in der letzten Sitzung wollten acht Gemeindevertreter die Entscheidung vertagen, 14 sprachen sich jedoch für eine Altbausanierung aus, bei der im Dachgeschoss ein großer Saal mit 300 m² Nutzungsfläche geschaffen werden soll…

Konzeptstudie: Renner Architekten

Lesen Sie ausführlicher in unserer Printausgabe


RahmenplanungBürgermeinung wenig berücksichtigt
Karower Anwohner sammeln Unterschriften mit Wohnungsbauforderungen
Hunderte Karowerinnen und Karower strömten am Abend des 18. Juni zur Scheune des Gemeindehofs der Stadtmission. Es ist anzunehmen, dass es vornehmlich Bewohner Alt-Karows gewesen sind, die sich auf den Weg gemacht hatten, aber auch jene, die sich um die künftige Enwicklung der Region sorgen. Drei neue Wohnquartiere in Karow mit ca. 3000 Wohneinheiten sind in Planung und die dringliche Lösung der Verkehrsprobleme weiterhin nicht in Sicht.
Eingeladen zur Bürgerversammlung hatte ein Grüppchen von Karower Anwohnern, die seit einigen Wochen im bezirklichen Beirat der sogenannten Rahmenplanung Karow mitwirken, sowie der VMEG (Verband deutscher Grundstücksnutzer). Neben diesem öffentlichen Beirat hatte es auch drei öffentliche Planungswerkstätten gegeben. Eigentlich eine gute Idee, nachdem Anwohner in Pankow durch überdimensionierte Wohnquartierplanungen vor den Kopf gestoßen worden waren und die Verwaltung mit viel Kritik, Bürgerwut und Bürgerinitiativen umgehen und oftmals zurückrudern musste (Beispiel Blankenburger Süden).
Unter den 64 Anwohnern, die im Beirat mitwirken wollten, wurden sechs ausgelost. Sie sollten mithelfen, die baulichen Entwicklungen verträglich und ressourcenschonend zu gestalten. Die Anwohnervertreter sind hochengagiert. Sie haben sich viele Abende um die Ohren geschlagen, sich mit Bauplanungen, Gutachten und Bestimmungen auseinandergesetzt. Mit der Hoffnung, dass ihre Meinung zählen würde, ihre Erfahrungen und Bedürfnisse in die Planungsprozesse einfließen.
Sie sind eines besseren (oder schlechteren) belehrt worden, nachdem der Entwurf des Rahmenplans Mitte Juni öffentlich vorgestellt wurde. Während der Bürgerversammlung am 18. Juni berichten sie darüber, was, ihrer Meinung nach, nicht ausreichend berücksichtigt wurde und welche Optionen für die Bürger nun noch verblieben …

Lesen Sie ausführlicher in unserer Printausgabe


MuetzenLust auf Mütze
Warum und wie der weitgereiste Mützenmacher Stephan Roka in Hobrechtsfelde sein Zuhause fand
Wer an Hobrechtsfelde denkt, dem fällt zunächst die grauenvolle Straße ein. Katzenkopf-Pflastersteine bilden dicht an dicht einen sprichwörtlichen Katzenbuckel, der nach beiden Seiten abgerundet kaum Halt für Zweiräder bietet und Autofahrer gehörig durchschaukelt. Die Straße gibt es schon seit 1908. Sonst hat sich hier alles durchgreifend geändert. Die umliegenden Rieselfelder wurden 1985 geschlossen und zum Naturpark mit Wildpferden und Rindern um- gestaltet. 2010 kaufte die Wohnungsbaugenossenschaft Bremer Höhe praktisch das ganze 190-Seelen-Dorf für 900.000 Euro und rettet es seither vor dem weit vorangeschrittenen Verfall. Sie garantiert moderate Mieten.
Die nun wunderschön rekonstruierten, beige gestrichenen Wohnhäuser mit hellblauen Fensterläden und die ruhige Lage im Norden Berlins ziehen Gestresste und Künstler an. Einer von ihnen ist der Mützenmacher Stephan Roka (51). Im Sommer 2015 mietete er das Erdgeschoss des Gutshauses nebst 2000 Quadratmetern Grund, lebt dort unmittelbar am Naturpark gemeinsam mit Händler Carsten Dürke (54) in einer Männer-WG. Hier entstehen die Schnitte und später die Designer-Mützen. Jede ein Einzelstück, handgemacht, nachhaltig produziert in Deutschland. Darauf ist Roka stolz. Ihre Formen erinnern an die Berliner Schiebermützen, wie sie u. a. Dramatiker Bertolt Brecht trug. Die Farbgebung und Haptik durch diverse vintage Baumwollstoffe und Ziernähte ist einzigartig…

Lesen Sie ausführlicher in unserer Printausgabe


Typisch SellheimbrueckeDas ist: »Typisch Berlin«
Ämter lassen Karower und Bucher im Stau stehen
Typisch Berlin« prangte es in unfreiwilliger Komik von einem BVG-Bus, der vor Pfingsten die sonst gesperrte Sellheimbrücke zwischen Karow und Blankenburg passierte. Ein Busfahrer machte seinem Ärger im Internet Luft: »Für das bisschen Flicken der Fahrbahn Tausende Bucher und Karower in Geiselhaft zu nehmen, spottet jeder Beschreibung.«
Dabei war das nur eins von diversen Ärgernissen. Seit Wochen gibt’s im Nordosten Berlins wegen unkoordinierter Baustellen und Problemen bei der S-Bahn Verkehrschaos. Seit Monaten sind in Karow die Bahn-Brücken außer der am Danewend für den Autoverkehr gesperrt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, begannen zeitgleich Schacht-Arbeiten an der Pankgrafenstraße in Karow, der letzten Verbindung nach Buch. Und Teile der A114 werden ebenfalls saniert.

Die Aussichten sind düster. Bauarbeiten und Sperrungen an den Bahnbrücken und der Pankgrafenstraße halten an. Noch bis 15. Juli ist wegen Straßenbauarbeiten der Hubertusdamm vom Danewend bis Schönerlinder Weg voll gesperrt. Der 350er Bus fährt trotzdem. Bis 1. Juli (nach Redaktionsschluss) sollte zudem die Heinersdorfer Straße nach zweieinhalbwöchiger Komplettsperrung wegen eines abgesackten Straßenabschnitts erneuert worden sein. Ab 1. Juli wollten die Wasserbetriebe in der Blankenburger Bahnhofstraße mit einem neuen Bauabschnitt beginnen. Der verschiebt sich nun weiter nach hinten, die Verkehrslenkung Berlin hat der Baustelle keine Freigabe erteilt…

Lesen Sie ausführlicher in unserer Printausgabe