Aktuelles

Kirche BlankenburgBlankenburgs Gotteshaus bröckelt
Kirchenfassade muss umgehend saniert werden / Spender dringend gesucht
Als sich Pfarrer Hagen Kühne am Pfingstmontag 2017 mit einem kleinen Täufling und dessen Familie unter dem Hauptportal der Blankenburger Kirche für ein Foto aufgestellt hatte, da schickte der Himmel ein Zeichen. Ein Stück Mörtel fiel herab, die Kirchgänger blieben unbeschadet, aber für den Pfarrer war dies die Initialzündung, um wegen der seit einiger Zeit bröckelnden Fassade aktiv zu werden.
Blankenburgs Kirche zählt zu den ältesten Bauwerken Berlins. Entstanden ist sie während der frühen askanischen Besiedlung des Barnims etwa in den Jahren zwischen 1230 und 1250.

Die Landesdenkmalbehörde gerät in Verzückung, ist vom alten original barocken Dachgebälk des Gotteshauses die Rede. Derart alte Balken sind in Berlin höchst selten zu finden. Zu danken ist dies der Tatsache, dass bei Umbauarbeiten der Kirche die Originalhölzer wiederverwendet wurden. Ganz besonders an dieser alten Blankenburger Feldsteinkirche sind auch die »Innereien«. Es gibt einen sehr schönen barocken Altaraufsatz und einen einzigartigen, künstlerisch hervorragend gearbeiteten, schwebenden Taufengel. Er ist der einzige in Berlin erhaltene Taufengel, der noch heute dem Taufzeremoniell dient: Die Hand des Engels hält eine Muschelschale mit Taufwasser.
Auch Pfarrer Kühne gerät ins Schwärmen, wenn er von den Vorzügen des Blankenburger Wahrzeichens erzählt. Doch momentan sind die Defizite in den Vordergrund getreten. Eine restauratorische Untersuchung ergab, dass die Kirchenfassade gründlich und dringend saniert werden muss…

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ErsatzverkehrWo fahren die Ersatzbusse ab?
Schienenersatzverkehr auf der S 2 bis zum 17. August – das Zustiegskonzept
Seit dem 26. Juni finden im Bereich des Karower Kreuzes umfangreiche Bauarbeiten statt, die eine Sperrung des kompletten Bahnabschnitts bis zum 17. August unumgänglich machen. Betroffen sind u. a. die S-Bahnlinien S2 zwischen Blankenburg und Karow bis zum 16. 7. (1.30 Uhr) sowie die S2 zwischen Blankenburg und Buch ab 16. 7. bis 23. 7. (1.30 Uhr). Während der gesamten siebeneinhalbwöchigen Sperrpause wird der Bahnhof Blankenburg wegen enger Straßenverhältnisse nicht angefahren. Die Busse des Ersatzverkehrs starten und enden am S-Bahnhof Heinersdorf, Fahrgäste vom Bahnhof Blankenburg fahren bis Heinersdorf mit der S-Bahn vor und steigen dann um in die Ersatzbusse, um in Richtung Karow und Buch zu gelangen.

AbfahrtErsatzverkehrAbfahrtErsatzverkehr2

 

Die Ersatzbusse halten in Karow am Bussteig 2 (nördlicher Bahnhofsausgang). Richtung Buch fahren sie mit Zwischenstopps (siehe Abb.), der Expressbus fährt direkt (ohne Zwischenhalt) von Heinersdorf nach Buch bzw. umgekehrt. Die Abfahrt der Ersatzbusse am Bahnhof Buch erfolgt am hinteren Bahnhofausgang neben dem P+R-Parkplatz.


NextbikeMit dem Mietrad vom Bahnhof zur Arbeit
Der Campus Berlin-Buch und das Helios Klinikum Berlin-Buch erproben ein gemeinsames Mietradsystem, mit dem ihre Beschäftigten kostenlos die ca. 1,5 km zwischen S-Bahnhof Buch und Arbeitsort zurücklegen können.
Am 14. Juni starteten beide Partner in Kooperation mit dem Leipziger Start-up nextbike das Modellprojekt »CAMPUSbike«. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen 50 Mieträder zur Verfü- gung, deren Nutzung in den ersten 30 Minuten kostenlos ist. Eine Station mit 40 Fahrradständern befindet sich auf dem bezirkseigenen P&R-Parkplatz am S-Bahnhof (Hinterausgang). Auf dem Forschungs- und Biotechcampus sind zwei Stationen für jeweils zehn Räder gegen- über vom MDC.C eingerichtet worden. Vor dem Haupteingang des Helios Klinikums können ebenfalls 20 Campus-Bikes abgestellt und ausgeliehen werden…

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Taubenturm VossTaubenturm zum Selberbauen
Dr. Friedrich Voß aus Karow schuf zahlreiche regionale Kartonmodelle – für einen guten Zweck
Kinder werden zum Zeichnen, Malen, Ausschneiden und zum Basteln angehalten, und sie machen das auch gern. »Bei vielen, wenn nicht sogar bei den meisten, verliert sich diese Freude am Basteln aber wieder, weil andere Beschäftigungen in den Vordergrund treten, nicht zuletzt die mit dem Smart-phone oder ähnlichen Geräten. Elek- trische Eisenbahnen wirken diesem Verlust gelegentlich entgegen; in vielen Familien aber mehr bei den Vätern oder den Großvätern«, weiß Dr. Friedrich Voß gut.
Bei dem Karower, der von 1960 bis 1997 als Kinderarzt im Klinikum Buch gearbeitet hat, erhielt sich die Freude am Basteln und nahm seit seinem Eintritt ins Rentenalter sogar wieder zu. Er beschäftigt sich mit Holz und mit Papier und entwirft jetzt seit Jahren Kartonmodelle vor allem von Dorfkirchen. So hat er Modellbausätze der Kirchen in Lindenberg, Birkholz, Schwanebeck, Schönerlinde und Schönwalde (alle 1:100) erstellt, dazu von den Kirchen in Berlin-Dahlem, Berlin-Nikolassee und von drei Kirchen in Mecklenburg. Auch die Kirche von Berlin-Karow ist dabei, diese aber im Maßstab 1:75 und etwas schwieriger zu bauen.
Sein neuestes Modell ist der Taubenturm auf dem ehemaligen Gutshof in Berlin-Buch (1:89, also zur Eisenbahn HO passend). Wie bei allen seinen Bausätzen liegt auch hier eine genaue Bauanleitung bei…

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HobrechtsfeldeSaniert und trotzdem bezahlbar
Brandenburger Freiheitspreis geht 2018 an die WBG »Bremer Höhe«
Die Berliner Baupreise sind in der vergangenen Zeit in exorbitante Höhen geschnellt; auch wenn man es wollte, billig zu bauen ist heute nahezu unmöglich. Zudem haben bauausführende Firmen ihre Auftragsbücher randvoll gefüllt. Und der Markt reguliert die Preise.
Das weiß auch Ulf Heitmann, Genossenschaftsvorstand der »Bremer Höhe« eG. Seit seine Genossenschaft im Jahr 2010 das denkmalgeschützte Straßendörfchen Hobrechtsfelde, einen Ortsteil von Panketal, kaufte, hat sich sehr viel getan. Mittlerweile leben rund 200 Menschen hier, die meisten Häuser sind saniert worden und die Warteliste für das Wohnen nahe am Hobrechtswald und unter weitem Himmel ist lang.
Doch auch eine Genossenschaft muss das Geld, das sie investiert, langfristig über die Mieten refinanzieren. Noch sind vier Gebäude unsaniert, darunter das große Gemeinschaftshaus mit Saal am alten Dorfteich. Noch vor acht Jahren lagen die Mieten für die damals sanierten Wohnhäuser bei rund 5 Euro Nettokaltmiete/m2. Bei den später sanierten stiegen sie auf bis zu 7,50 Euro, im neu errichteten Mehrfamilienhaus auf 8,50 Euro. Bisher konnten die Mieten konstant gehalten werden. Nur für jene Altmieter, die noch immer im unsanierten Bestand leben und ursprünglich unter 1 Euro zahlten, gab es eine Mietanpassung auf 2,40 Euro.
Nicht nur, dass die Mieten in den Genossenschaftshäusern bezahlbar geblieben sind, auch das Miteinander zeichnet die »Bremer Höhe« aus…

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