Aktuelles

RichtfestZepernicker Zentrum entwickelt sich
Richtfest für Wohn- und Gewerbehaus neben Panketaler Rathaus
In der Schönower Straße 106, in unmittelbarer Nähe zum Rathaus Panketal, hängt vom großen Baukran ein Richtkranz herunter. Am 13. Mai feierte der Bauträger und Investor Michael Czyborra mit Bauleuten, Gemeindevertretern, Geschäftspartnern und vielen Gästen Richtfest für ein dreiteiliges Wohn- und Gewerbehaus. Zwischen der Straße Am Amtshaus und der Panke – auf dem Areal, auf dem sich einst das Ausflugslokal »Pankschloss« befand – entstehen 61 Ein- bis Dreiraum-Wohnungen zwischen 34 und 93 m2 Größe sowie 16 Gewerbeeinheiten.

Die Einbauküchen der Mietwohnungen seien im Landhausstil gestaltet,  hochwertige Materialien und Ausstattung, eine Tiefgarage und zwei Parkebenen sind vorgesehen, heißt es auf den ausliegenden Werbeflyern…

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DeutschunterrichtMuttersprache Ukrainisch
In Karows Stadtteilbibliothek lernen 11 Ukrainerinnen Alltagsdeutsch
Blanke Zahlen, die wir ganz einfach herunterlesen: 60, 33, 59, 36, 66, 37, 30, 40, 26, 40, 45. Aber wie schwer auszusprechen sind sie auf Deutsch, wenn die Muttersprache eigentlich Ukrainisch ist! Das unter anderem zu lernen ist jetzt sehr wichtig für die 11 ukrainischen Frauen, die ich am  5. Mai in der Stadtteilbibliothek in Karow besucht habe. 
Hinter jeder dieser Zahlen verbergen sich Lebensjahre. 66 gelebte Jahre in der Heimat bei der einen. Mit vielen Freunden und einer Familie, mit Wurzeln dort, die tief und weit reichen. Mit der Hoffnung auf ein ruhiges Älterwerden im Kreise all derer, die ihr Leben ausmachen und mit Enkelkindern. 26 Jahre erst bei einer anderen, die hoffnungsvoll in die Zukunft blickte und sich auf ein erfülltes Leben freute, dafür fleißig gelernt hat. 
Alle diese Hoffnungen hat der Krieg vorerst vernichtet und nicht nur diese 11 Frauen, allein oder mit ihren Kindern, auf die Flucht in ein ungewisses neues Leben geschickt, weg von allem Vertrauten. Sie hatten Glück im Unglück, denn sie trafen in Karow auf hilfsbereite Menschen, die sie in ihrem eigenen Zuhause aufgenommen haben, ihnen ein Dach über dem Kopf, Geborgenheit und menschliche Nähe zu geben bereit sind. 
Natürlich stoßen sie jetzt auf Sprachbarrieren. Nicht nur in ihrem neuen Zuhause, wo sich die Gastgeber ihrer längst vergessen geglaubten Russischkenntnisse besinnen. Vor allem aber werden deutsche Sprachkenntnisse benötigt, wenn man zu einer Behörde kommt und dort gefragt wird, wie man heißt, wie alt man ist oder wann man geboren wurde.…

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GottschalkWeltenbummler aus Passion
Der Bucher Horst Gottschalk liebt es zu reisen und darüber zu erzählen 
Seine erste Auslandsreise führte Horst Gottschalk 1976 ins polnische Riesengebirge. Da war er bereits 41 Jahre alt. Ganz schön spät für jemanden, der sein künftiges Leben unter anderem mit Reisen in 105 Länder dieser Erde verbringen wird. Mittlerweile ist der Bucher 86 Jahre alt und noch lange nicht müde. Er  sitzt auf der Wohnzimmercouch seines Zuhauses in Alt-Buch und erzählt von seinem unsteten Leben. Vor elf Jahren zog er in den fünfetagigen Plattenbau in die Wohnung seiner jetzigen Lebensgefährtin. Er hat es gut getroffen, denn auch sie liebt es zu verreisen.
Aufgewachsen ist der agile, ältere Herr im brandenburgischen Rathenow. Nach der 8. Klasse ging er von der Schule – der Vater, ein Maurer, wollte es so. Der Sohn sollte einen »ordentlichen Beruf« lernen, Zimmermann werden. Bei der neu eingeführten Eignungsprüfung 1950 allerdings schnitt er so gut ab, dass er Werkzeugmacher werden durfte, »die Krone der Metallberufe«, haben die Leute ihm gesagt. Drei Jahre lang lernte er im Reißverschlusswerk Rathenow, wie Reißverschlüsse hergestellt werden. Das war nichts für den aufgeweckten Knaben. Ein Arbeitskollege überredete ihn, mit nach Berlin zu kommen und bei Bergmann-Borsig einzusteigen. Die brauchten Monteure und so probierte Gottschalk es aus und wurde von dem Betrieb für einige Zeit nach Stalinstadt, heute Eisenhüttenstadt, abgeordert. 

Das reichte ihm bald und er sah sich nach neuen Ufern um.…

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PlastikMutter mit Kind zurückgekehrt
Die Plastik »Mutter mit Kind« von Gerhard Rommel (1934-2014), die Ende März von ihrem maroden Sockel vor Buchs neuem Fachmarktzentrum an der Walter-Friedrich-Straße geholt wurde, ist seit 11. Mai wieder da. Das ging vergleichsweise schnell. Das Figurenpaar kam in der Kunstgießerei Seiler, wurde gereinigt, neu konserviert und mit einer nichtrostenden Verankerung versehen. Auch die Baufirma schritt zügig zur Tat; sie erneuerte die Pflasterung rund um die Bronze und baute einen Sockel. 

Mittlerweise ist der Ort zu einem kleinen Treffpunkt geworden. Der Sockel eignet sich besonders gut als Sitzgelegenheit für kurze Verschnaufpausen.


Tattoo LoungeKunst und Schmerz
Besuch bei Oliver Holtz in der »Rock N Art Tattoo Lounge« in Karow
Gleich rechts über der Kita »Zitterbacke« in der Achillesstraße befindet sich die »Rock N Art Tattoo Lounge«. Hier kann man, so man möchte, seinen Körper in Kunst verwandeln lassen. Dafür zuständig ist Olli, Oliver Holtz, der, als ich den Raum betrete, gerade einen schönen Schriftzug auf Matritzenpapier ausdruckt. Dank diesem ist es leicht möglich, das gewünschte Bild, die Grafik oder die Schrift auf den Körper des Kunden zu übertragen. In gut einer Stunde schon wird diese Kalligrafie für immer den Rippenbogen eines Vaters im besten Alter zieren. Es ist der Name seines Sohnes. 
Meine Vermutung, dass ausschließlich 20- bis 40-Jährige ein Tattoostudio aufsuchen, verneint Olli. Seine älteste Kundin war eine 84-Jährige, die sich wichtige Daten ihres Lebens auf ihren Rücken hat tätowieren lassen. Es gibt also keine Altersgrenze nach oben.
Inzwischen ist der Schriftzug auf den Körper des Vaters übertragen. Olli überprüft noch einmal den korrekten Sitz. Denn bereits auf dem anderen Rippenbogen des Kunden befindet sich der Name der Tochter und der Name seines Sohnes soll dazu symmetrisch sein.
Alles sitzt perfekt. Nun geht es in den Nachbarraum. Und der Vater legt sich in Position auf die Seite. Diese darf er in der nächsten Stunde nicht mehr verändern. Leise Hartrockmusik erfüllt den Raum und leise, ganz leise beginnt die Tattoo- Maschine zu surren…                

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