Aktuelles

eLittle homesBlumentöpfe gegen die Winterkälte
Union-Fans zimmerten Little Homes für Obdachlose – auch sie stehen an der Moorlinse 
Klirrende Kälte im Dezember an der Bucher Moorlinse. Weiße Hauben auf den Zweigen der Bäume, knirschender Schnee unter den Schuhen. Am Parkplatz neben dem Trafohaus führt nur eine Fußspur zu den sieben kleinen bunten Häuschen. Nummer 202 ist das Zuhause von Stefan M. (38) aus Bulgarien. Er hat Schreckliches hinter sich, erzählt er dem »BB«. In seiner Heimat habe er das Haus verloren. Seine Familie sei gestorben, als ihr Auto gegen einen Baum gekracht sei. Der Tellerwäscher und Putzmann habe seinen Job aufgeben müssen. Stefan M. schlug sich nach Deutschland durch, berichtet er. Hier lebte er zuletzt ein Jahr lang als Obdachloser auf der Straße.

eLittle homes InneneLittle homes BlumentopflampeMittlerweile wohnt er in einem der neuen rot-weißen Holzhäuschen des Vereins Little Homes in Buch. »My home is my castle«, lacht er froh in die Kälte. Zusammengezimmert wurde die Unterkunft von Union-Fans in Köpenick in einer Weihnachtsaktion des Fußball-Vereins. Rund 50 Fans der Eisernen bauten am Zweiten Advent drei Wohnboxen und strichen sie rot-weiß an. Sven Lüdecke (43), Gründer des Vereins »Little Home«, ist dankbar für die helfenden Hände. Die mobilen Unterkünfte sind rund vier Quadratmeter groß und verfügen über eine Matratze, ein Regal, ein Erste-Hilfe-Set, einen Feuerlöscher, eine Campingtoilette, eine kleine Arbeitsfläche mit Gas-Kochmöglichkeit und einen Rauchmelder. Zwei der Little Homes wurden nach Buch gebracht und ersetzen dort zwei Hütten, die infolge der Unachtsamkeit der Einwohner abgebrannt waren: Eins durch einen per Solaranlage betriebenen zu heißen Fön, das andere durch einen Gaskocher, den der Bewohner beim Einkaufen nicht ausgeschaltet hatte.    
In den Häuschen gibt es keinen Strom, kein fließendes Wasser, und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Was tun gegen die Kälte? …

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cRefugium»Refugium« wird wieder bezogen
Die Container-Unterkünfte in der Groscurthstraße in Buch werden in Kürze doch noch einmal genutzt, nachdem sie im September 2020 freigezogen worden waren. Künftig sollen sie als dringend benötigte Aufnahmeeinrichtung für geflüchtete Menschen dienen.  »Mit der Belegung der Unterkunft wird ab Anfang Februar 2022 gerechnet«, erklärte Sascha Langenbach vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) gegenüber »BB…

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Sanierung von Brücken steht an
Im gesamten Bezirk Pankow müssen in den kommenden Jahren insgesamt 17 Brücken saniert werden. Besonders dringend nötig hat es die Sellheimbrücke in Karow (Ersatzneubau ist geplant 2024–2025). Über weitere Brückensanierungen im nahen Umfeld…

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Am »Tor Berlin« wird weitergebautdMosaik Tor BerlinEröffnung des steinernen Mosaikbaus im Bucher Forst 
Ein Anfang ist gemacht. Das »Tor Berlin« steht in seinen Grundfesten, binnen eines Jahres wird das große Mosaik-Mobilé seine Vollendung finden – unter Mitwirkung vieler Menschen. 
Am 27. November hatte der Verein »Steine ohne Grenzen e. V.« in den »Gemeinschaftsgarten Freundlich« im Bucher Forst an der Hobrechtsfelder Chaussee zur Eröffnung eingeladen. Das Interesse war groß, viele Interessierte waren gekommen, um sich ein (Gesamt-)Bild zu machen, hatten sie doch ihr »Steinchen« dazu beigetragen. 
In den vedMosaik Tor Berlin2rgangenen zwei Jahren  verteilten die Projektinitiatoren Silvia Fohrer und Rudolf J. Kaltenbach, Steinbildhauer aus Buch, Mitmach-Taschen mit überwiegend polierten Steinen aus aller Welt und einer Informationsbroschüre an Berliner Schulen, Bibliotheken, soziale Vereine, Kinder- und Jugendclubs, Kirchengemeinden, Bürgerämter, Familien und Einzelpersonen. Sie warben damit für »Courage gegen Rassismus« und riefen  dazu auf, die Steine in diesem Sinne kreativ zu gestalten…
Fotos: Silvia Fohrer/Michaela Langer

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fChristine DewernyDie unermüdliche Bildhauerin
Vom viergesichtigen Gott bis zum Panketaler Spielstein.
Vorgestellt: Die Pankower Künstlerin Christine Dewerny

Wann eigentlich spürt man in sich, dass man zur Bildhauerin berufen ist? Bei Christine Dewerny arbeitet sich dieser Wunsch erst Stück für Stück an die Oberfläche. Dass sie nicht nur handwerklich begabt war, das wusste sie und so belegte sie eine Kascheurlehre an der Deutschen Staatsoper. Und da sie spürte, dass dieser Beruf zu ihr passte, studierte sie dann auch folgerichtig Theaterplastik. Dem folgten 18 Jahre Tätigkeit an der Komischen Oper als Theaterplastikerin. Egal, ob aus Holz, Pappe, Leinwand oder Gips; ganz gleich, ob genagelt, gespachtelt, gelötet oder gekittet, alles, was einmal dreidimensional auf der Bühne stehen sollte, ging durch ihre Hände.
Die Bildhauerin in ihr begann sich dann mit einem Ruck freizuschlagen, als sie 1986 die Möglichkeit bekam, an einem Steinbildhauersymposium teilzunehmen. Da erwachte in ihr der Wunsch, nicht nur Vergängliches, sondern etwas die Zeiten Überdauerndes zu schaffen. Dafür verließ sie die Sicherheit der Festanstellung und begann, sich eine Werkstatt zu Hause in Pankow einzurichten und ein kleines Refugium oberhalb des Steinbruches von Reinhardtsdorf nahe der tschechischen Grenze. Denn der Sandstein dieses Steinbruches ist eines der von ihr besonders bevorzugten Materialien.
Was benötigt ein Bildhauer, eine Bildhauerin für Werkzeug? Reichen ein Hammer und ein Meißel? Natürlich nicht. Christine Dewerny hat im Moment über 480 Hand- und wohl ebenso viele Maschineneisen, einen Kleintransporter, zwei Hubwagen, Paletten und einen transportablen Kran. Für den Transport von besonders großen Steinen mietet sie sich einen Lkw, den ihr Mann dann an den jeweils richtigen Ort lenkt …

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