Aktuelles

Buch SuedBuch-Süd im Planerblick
Berlin wächst. Auch die Randlagen der Stadt wachsen mit. Berlin-Buch ist als Standort der Zukunft mit geeigneten Potenzialflächen für den Wohnungsbau ausersehen. Nicht nur um die Straße Am Sandhaus sollen neue Wohnhäuser entstehen, auch in Buch-Süd – zwischen Bahn, Panke, Autobahn, Brunnengalerie und Wiltbergstraße – wird das Stadtquartier verdichtet und vergrößert. Zu einer öffentlichen Bürgerwerkstatt hatten deshalb das bezirkliche Stadtplanungsamt sowie das beauftragte Planungsbüro PFE am 16. Mai in die Feste-Scheune geladen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um sich mit ihren   Ideen, Vorschlägen und Bedenken in die Vorplanungen einzubringen.

Das PFE-Büro ist beauftragt, einen Rahmenplan Buch-Süd zu erstellen, der das bestehende Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) konkretisieren soll. Anschließend werden der Bebauungsplan aufgestellt und Bauanträge eingereicht. Das könnte frühestens in vier Jahren sein.
Wie Stadtplanerin Gabriele Pfeil formulierte, sei das Ziel: neuer Wohnraum, neue soziale und grüne Infrastruktur sowie Forschungscampus-Erweiterungsflächen. Im Planungsgebiet leben derzeit rund 6.000 Menschen. Die Wohnungsbauplanungen zielen auf 1.100 bis 1.600 neue Wohneinheiten in Buch-Süd. Hinzu kommen sollen eine neue Sekundarschule, eine Grundschule und Kitas…


MUFNeues Wohnheim für Flüchtlinge
MUF im Lindenberger Weg ist Ende Juni bezugsfertig
Es ist das dritte Mal, dass im Bucher Ortsteil eine neue Flüchtlingseinrichtung eingeweiht wurde. Das Bezirksamt Pankow hatte gemeinsam mit dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Nachbarn und andere interessierte Bürger am 25. Mai in den Lindenberger Weg 25 zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) ist – ebenso wie das Ensemble in der Wolfgang-Heinz-Straße in Buch – für bis zu 450 Menschen geplant. Mitte bis Ende Juni soll es bezugsfertig sein, erklärte Staatsekretär Daniel Tietze, der kürzlich die kommissarische Leitung des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten übernommen hat. Derzeit laufen noch letzte Arbeiten, um das Außengelände mit kleinem Spiel- und Sportplatz, Aufenthaltsbereichen und Grünräumen fertigzustellen. Nach derzeitigem Stand soll Ende 2019 das »AWO Refugium« geschlossen werden.
Nimmt man das demonstrierte Interesse der Bucher als Gradmesser ihrer Gefühlslage, könnte man schlussfolgern, das Thema Füchtlinge ist in Buch kein großer Aufreger mehr…

Ausführlicher in der Printausgabe


Neuer Fahrrad-Club in Panketal
An den abgestellten Fahrrädern vor dem Lokal in der Schönower Straße in Zepernick konnte man bereits sehen, dass hier eine größere Anzahl Radler  zusammengekommen war. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hatte  zur Gründung einer Ortsgruppe in Panketal eingeladen und das Interesse war größer als erwartet. Den Radfahrern, das wurde klar, brannten einige Probleme auf den Nägeln.
Die neugewählte Vorsitzende Maja Seidling und ihr Stellvertreter Mike Kraschinski wollen die Radfahrbedingungen und das Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer in Panketal und Umgebung verbessern. Es geht auch darum, dass sich Radfahrer untereinander, aber auch mit Politik und Verwaltung vernetzen. Die ADFC-Gruppe wird sich hier als Bindeglied etablieren.
Die Ortsgruppe hat bereits Schwachstellen von Verkehrsanlagen vor Ort ausgemacht, um Planern und Politikern Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Sie plant zudem einen Infostand während der Panketaler Schlendermeile am 16. Juni.
Nächster Treffpunkt: Di, 12. 6., 19.30 Uhr, Leo's Restauration in Zepernick. Interessierte willkommen.
Probleme und Vorschlägen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Opfer Dieter EichBucher Opfer rechtsmotivierter Gewalt
Demonstration zum Gedenken an den vor 18 Jahren getöteten Dieter Eich
Die Nacht vom 23. zum 24. Mai 2000 war ein dunkler Moment für Buch. In jener Nacht beschlossen vier Neonazis, einen »Assi klatschen« zu wollen, nachdem sie in seinem Hausaufgang in der Walter-Friedrich-Straße 52 eine Party veranstaltet hatten. Sie gingen zu Dieter Eich (Foto), der hier in der Wohnung einer Bekannten untergekommen war, Sozialhilfe bezog und alkoholkrank war. Nachdem sie auf den 60-Jährigen eingeprügelt hatten, erstachen sie ihn.
Seit jenem Tag veranstaltet das Bündnis »Niemand ist vergessen«, ein Zusammenschluss antifaschistischer und linker Gruppen, Gedenkveranstaltungen für Dieter Eich in Buch. Nach nunmehr achtzehn Jahren ist eines ihrer lang geforderten Ziele erreicht; die Polizei erkannte Anfang Mai Dieter Eich offiziell als Opfer rechtsmotivierter Gewalt an.
Mit einer Gedenkdemonstration am 23. Mai dieses Jahres, dem Todestag des Buchers, hatte das Bündnis »Niemand ist vergessen« wiederholt gefordert, eine Gedenktafel am Wohnhaus des Neonazi-Opfers anzubringen…

Ausführlicher in der Printausgabe


BabysFindelkinder sind Geschwister
Polizei befürchtet neuen Fall von Kindesaussetzung in der Bucher Region
Die Meldungen über drei in Buch, Blankenburg und Panketal ausgesetzte Neugeborene erschreckten seit 2015 Jahren die Öffentlichkeit (»BB« berichtete). Regelmäßig im Sommer wurde ein wenige Tages altes Kind in der Region abgelegt – in der Bushaltestelle Lindenberger Weg am Helios Klinikum Buch (2015), vor einem Einfamilienhaus in der Flaischlenstr. in Blankenburg (2016) und in der Grundstücksauffahrt eines Hauses an der Wiener Str. in Schwanebeck (2017).
Alle drei Neugeborene waren Mädchen. Ihnen wurden die Namen Emma, Lilo und Hanna gegeben. Sie leben inzwischen in Pflegefamilien. Zu 99,9 % steht fest, dass alle drei Kinder Geschwister sind, dieselbe Mutter und vermutlich auch denselben Vater haben.  
Die Polizei befürchtet, dass es bald ein viertes Findelkind geben und es nicht rechtzeitig gefunden werden könnte …
Fotos: Polizei-Pressestelle

Ausführlicher in der Printausgabe


RadwegWird endlich gut, was lange währt?
Über die unendliche und unerquickliche Geschichte eines Radwegbaus
Die Straße von Berlin-Weißensee nach Bernau ist eine schöne, bei Radfahrern beliebte Strecke. Schon zu DDR-Zeiten diente sie als Trainingsstrecke für Radrennfahrer sowohl für Einzelfahrer als auch für Fahrer im Pulk.
Da auch trotz zunehmendem Autoverkehrs die Strecke bei Radfahrern aller Altersklassen eher an Beliebtheit zunahm, wurde bereits um die Jahrtausendwende unter der Schwanebecker Bürgermeisterin Angelika Hitzeck der Radweg an der B 2 von Schwanebeck in Richtung Bernau weitergebaut mit dem Plan, einen Fuß- und Radweg bis Bernau fortzusetzen. Das war damals für die Schülerinnen und Schüler aus dieser Gegend dringlich, die die neu erbaute Grundschule erreichen wollten. Die kommunale Aufgabe wurde erledigt. Der Weg endete vorerst an der Schwanebecker Gemeindegrenze – für den Weiterbau war der Landesbetrieb Straßenwesen zuständig.
Mehrere Kommunal-, aber auch Landespolitiker setzten sich für den Weiterbau ein. Eine Bürgerinitiative wurde gegründet und erinnerte die Politiker immer wieder an ihre Versprechen. Im Rahmen der Ausbauarbeiten an der Autobahn, wurde die Bundesstraße 2 zur Landestraße 200 herabgestuft. Somit ergab sich für die Behörden eine völlig neue Situation und vor allem ein anderer Zuständigkeitsbereich (vermutlich ein anderes Amtszimmer). Und das »Spielchen« Radweg (jetzt L 200) begann von neuem! Immerhin wurde zwischenzeitlich eine Straßenbeleuchtung zwischen Schwanebeck- Schulzentrum und Gehrenberge von der Gemeinde Panketal installiert…

Ausführlicher in unserer Printausgabe