Geschichte

BrunnenBrunnen im Park entdeckt
Während der Sanierungsarbeiten im Schlosspark Buch kam Interessantes zu Tage
Die Kursgruppe »History« der Hufelandschule Buch unter Leitung der Historienwanderer Jonas und Stefan Hückler aus Karow begleitet neugierig den 2. Bauabschnitt der Sanierung des Bucher Schlossparks. Es ist schon eigenartig, vor einem guten Jahr war das Be-treten von Teilen des Parks aus Gründen des Naturschutzes verboten. Heute nun graben sich Bagger durch die Naturschutzflächen, um Teile des Parks wieder zu einem Landschaftspark zu formen. Das ist begrüßenswert und lange überfällig, damit die Verwilderung und damit die schleichende Zerstörung des geschützten Gartendenkmals aufgehalten wird.
Das Schlossparterre, das in seiner Frühphase ein französischer Barockgarten war und um 1800 in einen Englischen Landschaftspark umgewandelt wurde, in dem aber barocke Elemente, wie Treppen mit Vasen, Putten und auch ein vermuteter Springbrunnen, erhalten blieben, ist jetzt Bestandteil der Parksanierung. Der völlig verwucherte und rattengeplagte Aussichtshügel wird wieder als ein solcher erkennbar und nutzbar werden.

Die Treppe zum Kirchhof, auf dutzenden Postkarten und alten Fotos gut zu erkennen, stellte die Frage, ob noch Reste von ihr zu finden sind. Mitarbeiter des Denkmalamtes nahmen hier archäologische Grabungen vor. Unsere Kursgruppe hat sie kritisch begleitet. Und ja, die Treppe aus Sandstein hat deutliche Fundamentreste hinterlassen, die die barocken Wurzeln ihrer Entstehung bestätigen. Und nicht nur das. Dicht neben der Treppe traten mehrere Rohre zu Tage, die deutlich zeigten, dass man bereits in den vermutlich 1920er Jahren Stellen im Park mit Wasser versorgen wollte. Als Indiz für diesen Zeitraum ist ein Verbindungsstück anzusehen, das mit einer alten Bleifarbe, wie damals üblich, abgedichtet war…

Ausführlicher in der Printausgabe


Medaille VorderseiteEine Bucher Sportmedaille von 1984
Eine Bucher Medaille aus dem Bereich des Sports soll uns heute beschäftigen. Zunächst die Beschreibung der Medaille. Sie besteht aus vergoldetem Buntmetall und hat einen Durchmesser von 50 mm. Oben ist eine eckige Trageöse zu sehen, in der sich ein Bandring mit einem blauen Halsband verbindet. Auf der Vorderseite befindet sich die Inschrift ADW DER DDR   BSG BERLIN, was bedeutet, Akademie der Wissenschaften der DDR, Betriebssportgemeinschaft Berlin. Das mittig zu sehende Atommodell war das Signum der Akademie der Wissenschaften. Die Akademie der Wissenschaften war mit medizinischen Forschungseinrichtungen in Buch präsent und stellte einen wichtigen Standort neben den Einrichtungen in Adlershof dar.
Medaille RuckseiteDie Rückseite der Medaille zeigt zwei Lorbeerzweige und darin eingepunzt die Inschrift 26. OS 1984, was wiederum als 26. Oberschule 1984 aufzulösen ist. Mit der 26. Oberschule ist die 1975 eröffnete Oberschule in der Karower Chaussee 97 in Buch gemeint. Diese Schule war zunächst die 14. Oberschule, dann die 26. und später erhielt sie den Ehrennahmen nach dem ersten angolanischen Befreiungsführer und Präsidenten Dr. Antonio Agostinho Neto. Heute steht die Schule leer, nur ihre Turnhalle wird eifrig genutzt. Äußerlich ist die Schule ein Typenbauwerk, wie an vielen Standorten in der DDR errichtet. Im Steintal, wie der Kiez mit der Schule  volkstümlich genannt wird, ist sie die einzige Schule.
Die Vorderseite unserer Medaille weist darauf hin, dass die Betriebssportgemeinschaft der Akademie der Wissenschaften die Medaille für eine schulische Veranstaltung bereitgestellt, heute würde man sagen, gesponsert, hat…

Ausführlicher in der Printausgabe