Natur & Umwelt

Moorlinse»Moorlinse« soll NSG werden
Die Zeit drängt. Buch ist ausgewiesener Standort für eines der neu in Berlin entstehenden Stadtquartiere. Insbesondere an der Straße Am Sandhaus sollen mehrere hundert Wohnungen gebaut werden. Wenn die »Moorlinse« am S-Bahnhof Buch langfristig geschützt werden soll, dann sind politische Entscheidungen nötig.
Die Fraktion der CDU in der Pankower BVV hatte im Mai einen Antrag gestellt, die »Moorlinse« als Naturschutzgebiet auszuweisen und das Landschaftsschutzgebiet Bucher Forst im Bereich der landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen »Moorlinse«, Hobrechtsfelder Chaussee und Stettiner Bahn auszuweiten. Dafür müsse vom Bezirksamt ein Konzept entwickelt werden. Die südwestliche Grenze des Landschaftsschutzgebietes soll die sogenannte Planstraße D bilden, schlugen die Bezirksverordneten Johannes Kraft, Claudia Steinke und Andreas Retschlag für ihre Fraktion vor.

Auch in einer faunistisch-floristischen Bestandserhebung der Bucher »Moorlinse« von 2016 war von den Gutachtern empfohlen worden, von einer an die »Moorlinse« heranrückenden Bebauung abzusehen und diese und das weitere Umfeld unter besonderen Schutz zu     stellen. Nicht ohne Grund. Das Vorkommen seltener, bedrohter und nur hier (Berlin und Brandenburg) anzutreffender Arten aus Flora und Fauna (wie die Löffelente und Kleine Ralle – in Berlin eigentlich ausgestorben) sowie die geologischen und hydrologischen Gegebenheiten legen eine großräumigere Einordnung des Areals als Naturschutzgebiet nahe…
Foto: Roland Exner

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Sturm»Xavier« richtete massive Schäden an
Das Orkantief »Xavier« richtete am 5. Oktober auch im Bezirk Pankow massive Schäden an. Beschädigte Baumkronen und lose in der Krone hängende Äste stellten eine große Gefahr dar. »Um die erforderlichen Baumarbeiten sofort durchzuführen, war es in einigen Fällen erforderlich, unter Gefahrenbäumen abgestellte Fahrzeuge ohne vorherige Ankündigung abzuschleppen«, hieß es aus dem Bezirksamt.
Sturm2In Pankow stehen ca. 43.000 Straßenbäume und ca. 61.000 Bäume in öffentlichen Grünflächen, Schulen und an Sportanlagen. Die Beseitigung der akuten Gefahrenstellen wird noch bis in den November hinein andauern. »Bis 18. Oktober waren ca. 396 geschädigte Bäume erfasst, an denen Kronenschäden und Astabbrüche festgestellt wurden und Pflegemaßnahmen erforderlich sind. Geschätzt werden noch mind. ca. 2.000-2.500 Bäume«, erklärte Diana Kerait, Koordinatorin beim Stadtentwicklungsstadtrat.
Sturm3Die gesamte Schadensbeseitigung werde bis Weihnachten dauern. Insgesamt müssten alle ca. 100.000 Bäume nach so einem Sturmereignis kontrolliert und die Kontrollen im Kataster dokumentiert werden, so Diana Kerait.
Auch im Forstrevier Buch sind die Schäden groß. »Es sind etwa 500 Bäume umgefallen bzw. angebrochen«, informierte Revierförster Olaf Zeuschner. Während des Orkans waren auch fünf Bäume auf die Hobrechtsfelder Chaussee und den Pölnitzweg gestürzt. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk hatten alle Hände voll zu tun. Der Förster zog mit seiner Kettensäge los und beseitigte selber die Verkehrshindernisse. »Wir werden sicher drei bis vier Wochen brauchen, um alle Wege freizumachen und angerissene Bäume zu fällen. Danach wird das Holz aufgearbeitet, evtl. mit Fremdunternehmen«, so der Förster. Er warnt eindringlich davor, derzeit Waldspaziergänge zu unternehmen. »Angebrochene Äste können herunterfallen. Das ist noch immer hochgefährlich. Bis etwa Mitte November haben wir das Revier wieder im Griff«.…

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