Natur & Umwelt

MoorlinseAbsage an Naturschutzgebiet
Die »Moorlinse« am S-Bahnhof in Buch ist über die Jahre zu einem Refugium für  zahlreiche geschützte Vogelarten geworden. Zu beobachten sind neben Enten und Wildgänsen auch Seeadler, Singschwäne oder Bartmeisen, Rothalstaucher brüten hier, Pirole und Neuntöter wurden beobachtet. Eine Beobachtungsplattform, die von den Berliner Forsten aufgestellt wurde, ermöglicht Einblicke in die Uferrandbereiche und auf die offene Wasserfläche der »Moorlinse« mit ihrer artenreichen Vogelwelt.
Um dieses Gebiet perspektivisch zu schützen  – wenn u. a. an der Straße Am Sandhaus in einigen Jahren Wohnungsbau entsteht –, hatte die CDU einen Antrag in die Pankower Bezirksverordnetenversammlung eingebracht (»BB berichtete«).

Ein vom Bezirksamt beauftragtes floristisch-faunistisches Gutachten stützte diesen Antrag, die »Moorlinse« als Naturschutzgebiet (NSG) auszuweisen. Neben dem Schutz der »Moorlinse« forderte die Fraktion auch die Ausweitung des Landschaftsschutzgebietes Bucher Forst und die Erhaltung der Planstraße D.
Nachdem in den vergangenen Wochen das Thema in den Ausschüssen für Stadtentwicklung und Grünanlagen sowie Umwelt und Natur diskutiert und mehrheitlich abgelehnt wurde, schloss sich Ende November auch die BVV an und erteilte dem Naturschutz-Vorhaben eine Absage…

Ausführlicher in unserer Printausgabe


kalender2018Wildpferde in und um Berlin
Nur eine halbe Stunde Fahrtzeit vom Bundestag entfernt leben Wildpferde, Wasserbüffel und Robustrinder nahe den S-Bahnstationen Buch und Mühlenbeck-Mönchmühle. Die Waldweiden der Berliner Forsten reichen bis in die renaturierten ehemaligen Rieselfelder rund um das zukünftige »Mustergut Hobrechtsfelde«. Wo vormals die Abwässer der Stadt entsorgt wurden, wird nun durch die Beweidung der Artenreichtum gefördert. Basis des Naturschutzes  ist auch die direkte und emotionale Naturerfahrung. Und was eignet sich besser als sichtbare und sympathische Weidetiere, die im Einklang mit der Natur leben, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit?
Die Bürgerinitiative »Pro Weidetiere« hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Form der Tierhaltung im Wald zu unterstützen. Erneut haben die Mitglieder einen Foto-Jahreskalender herausgebracht. »Man sieht, was man nicht (mehr) sieht« ist das Thema des Kalenders 2018. »Denn besonders die Hengste und Fohlen der Konik-Wildpferde sind in den Mühlen der Bürokratie unerwünscht geworden«, so BI-Mitglied Axel Lüssow. »Bitte helfen Sie mit, dass die Weideland-Projekte eine Chance für die Zukunft von Tier und Mensch werden!«, appelliert er.
Der A3-Kalender ist für 14,90 Euro erhältlich über: www.pro-weidetiere.de, www.facebook.com/proweidetiere oder Tel. 0173 841 10 24. Der Verkaufserlös geht als Spende an Provieh e.V. »Respekt vor dem Pferd«.