Gesundheit & Forschung

HochschuleDie Zeit ist reif für eine Hochschule
Akademie der Gesundheit in Buch setzt auf akademische Ausbildung der Pflegeberufe
Er ist ein Bucher Urgestein, könnte man sagen. Jens Reinwardt, mittlerweile 67 Jahre alt, hat auf dem regionalen Bildungssektor viel bewegt. Bereits 1987 leitete er die Medizinische Fachschule Buch und wagte nach der Wende den Sprung in die Selbstständigkeit, um die Bildungseinrichtung am Leben zu erhalten. Der hatte man nämlich den Vermerk »kw« – kann weg – angeheftet. Er suchte sich Mitstreiter und Kooperationspartner, gründete den Verein Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V. und entwickelte Schritt für Schritt die Einrichtung auf dem Hufeland-Campus zu einer renommierten Adresse auf dem Bildungsmarkt. Die Akademie mit Hauptsitz in Buch (und einem Campus in Bad Saarow und Eberswalde) ist die größte private Aus- und Weiterbildungsstätte für Gesundheitsberufe in Deutschland. Sie besteht jetzt genau 25 Jahre.

Die Akademie hat aktuell etwa 2.800 Bildungsteilnehmer. Ausgebildet wird in 13 Berufe. Im Oktober soll zusätzlich eine Hebammenschule gegründet werden. 29 Gesundheitsunternehmen (vor allem Krankenhäuser und Kliniken) sind Mitglied der Akademie. Die berufspraktische Ausbildung erfolgt an diesen Häusern.
Vor sieben Jahren begann die Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Hochschule mit der Möglichkeit, berufsbegleitende Studiengänge in der Gesundheitswirtschaft anzubieten. Jens Reinwardt will jetzt den großen Wurf wagen. »Die Zeit ist reif. Mein Ziel ist, in Buch eine Hochschule für Gesundheitsberufe aufzubauen – und das möglichst noch im kommenden Jahr.«
Deutschland sei das einzige Land in der Welt, in dem die Ausbildung der Gesundheitsfachberufe eine berufliche Ausbildung ist.  »Wir brauchen die akademische Ausbildung, das ist ein europäisches Thema«, erklärt Reinwardt. »Wer da bereits viel in unserem Land begriffen hat, das sind die Hebammen. Da geht gerade ein Schnellzug los in die akademische Ausbildung. Es wird weitergehen mit den Therapeuten. Und auch an der akademischen Ausbildung für Pflegeberufe geht künftig kein Weg mehr vorbei«, ist er überzeugt…

Ausführlicher in unserer Printausgabe


Delbrueck BesuchDelbrücks zu Besuch in Buch
Er war der Begründer der Molekularbiologie, Nobelpreisträger und Namensgeber des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC), das vor  25 Jahren auf dem Bucher Campus gegründet wurde. Die einzigartige Einrichtung, die sich der Entschlüsselung von molekularen Mechanismen – quer über das Krankheitsspektrum hinweg – widmet und seinerzeit die Forscher aus dem Osten und Westen vereinte, machte ihrem prominenten Namensgeber Max Delbrück (1906–1981) schon bald alle Ehre.
Davon konnten sich am 2. Juni 2017 die Nachfahren Max Delbrücks vor Ort überzeugen. Zehn Mitglieder der in den USA lebenden Familie von Max Delbrück, seine Kinder Jonathan Delbrück und Nicola Salmon mit acht Kindern und Enkeln, besuchten das MDC. Beim Rundgang über den Campus und in den Laboren bekamen sie Einblicke in die moderne Molekularbiologie: von Zebrafisch-Embryonen, deren genetisch veränderte Herzen unter dem Mikroskop schlagen, bis zur außergewöhnlichen Tierspezies der Nacktmulle, die genetisch vor Unterzuckerung und Sauerstoffmangel geschützt sind…
Fotos: Pietschmann/MDC     

Ausführlicher in unserer Printausgabe


OnkoTeamWir sind das Onko-Team 2017
Das Onko-Team 2017 kommt aus der Evangelischen Lungenklinik in Berlin-Buch. Das Team der 205 B wurde als »Deutschlands Onko-Team 2017« von der Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der Deutschen Krebsgesellschaft ausgezeichnet. Stationsleiterin Bianka Krause und Praxisanleiterin Andrea Feller haben die Auszeichnung am 12. Juni auf dem 20. Heidelberger Pflegekongress sichtlich gerührt entgegengenommen.
Das Team freut sich über die Wertschätzung und Pflegedirektorin Bianka Grau ist voller Dankbarkeit und Stolz: »…das haben Sie sich sowas von verdient!«. Mit folgendem Text (leicht gekürzt) hat sich das Team für den Preis beworben…

Ausführlicher in unserer Printausgabe