Gesundheit & Forschung

Nacktmull HerzKein »Herz aus Stein«
Reaktionen des MDC und der Helmholtz-Gemeinschaft auf die Kampagne von »Ärzte gegen Tierversuche«
Kritik gehört zum Wesen der Wissenschaft. Doch Forscher persönlich zu diffamieren und pauschal zu verurteilen, sei nicht akzeptabel. Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Buch hat zur aktuellen Kampagne der »Ärzte gegen Tierversuche«, die sich gegen den renommierten Bucher Wissenschaftler Gary Lewin richtet, jetzt Stellung genommen. Für Experimente mit Nacktmullen sollen die Bucher Wissenschaftler den Negativpreis »Herz aus Stein« bekommen. Der Versuch sei das »schlimmste Tierexperiment des Jahres«, hatte der Verein »Ärzte gegen Tierversuche« mitgeteilt.
Die Kampagne diffamiere einzelne Personen persönlich und pauschal. »Diese Art der Kritik ist nicht akzeptabel«, sagt Martin Lohse, MDC-Vorstandsvorsitzender. »Davon distanzieren wir uns als Wissenschaftler und als gesamte Institution.« Hinzu komme, dass die Begründung der populistischen Online-Abstimmung auf aus dem Kontext gerissenen Informationen beruhe.

Die Ergebnisse, die die Arbeitsgruppe von Gary Lewin und ihre Kooperationspartner in der nun von »Ärzte gegen Tierversuche« kritisierten Studie veröffentlicht haben, sollen zum Beispiel dabei helfen, Herz und Gehirn von Patienten nach Infarkt und Schlaganfall zu schützen. In solchen Fällen sind Zellen von Sauerstoffmangel bedroht, der beim Menschen verheerende Auswirkungen haben kann. Die Studie hat bei Nacktmullen einen bisher völlig unbekannten Schutzmechanismus gegen Sauerstoffmangel beschrieben. Der Weg bis zu einer Therapie für Menschen mag lang sein. Doch bereits die Hoffnung darauf hat ein großes positives Echo in der Wissenschaft und auch in der Öffentlichkeit erzeugt…
Foto: Roland Gockel

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ElternhausEin lichtes Haus für schwere Zeiten
Elternhaus Buch lud zum traditionellen Jahresempfang
Unter dem Motto »Berliner Luft« trafen sich 75 Freunde, Unterstützer und ehrenamtliche Mitarbeiter zum Jahresempfang im Elternhaus am Helios Klinikum Buch. Ehrengast war Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn.
Eine blau-weiße Wolke aus Luftballons schwebte über den Köpfen der Gäste im Foyer, als Hausleiterin Renate Gerlach das erfolgreiche Jubiläumsjahr 2017 Revue passieren ließ. Wie aus heiterem Himmel gab es gleich zu Beginn einen Paukenschlag, mit dem sich eine Familie ankündigte, die erst im Dezember Drillingszuwachs bekommen hatte. Emmi, Pauline und Lotte waren mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder Charlie (2) zu Besuch gekommen. Sie bedankten sich stellvertretend für alle 241 Familien, die 2017 im Elternhaus gewohnt haben, für das Angebot eines »Zuhauses auf Zeit« ganz in der Nähe der Klinik.
Sören Benn dankte in seinem Grußwort allen Spendern und ganz besonders den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern im Bucher Elternhaus. Prof. Dr. Lothar Schweigerer, Chefarzt der Kinderklinik und Präsident des Freundeskreises Ronald-McDonald-Haus, freute sich mit allen Unterstützern, denn in den ersten fünf Jahres des Bestehens des Elternhauses wurden weit mehr als 400.000 Euro Spenden für dessen Betrieb eingeworben. Als »Zugpferd« des Engagements bekam er ein T-Shirt mit der Aufschrift »Bin da – kann losjehn« überreicht. Bei dieser Gelegenheit wurden dann auch gleich neue Patenschaften mit Urkunden und Foto mit der Prominenz besiegelt. Sören Benn, Dr. Micha Wirtz von der Kinderhilfe und Prof. Dr. Lothar Schweigerer ehrten u. a. Familie Prof. Dr. Josef und Waltraud Zacher, Familie Prof. Dr. Uwe und Ingeborg Rudorf, das Hotel Crowne Plaza Berlin City Centre und die Firma Geberit für ihr nun schon jahrelanges Spenden-Engagement…

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