Top Thema des Monats Februar

BuchsuedBuch-Süd nimmt langsam Form an
Planungsbüro präsentiert eine Vorzugsvariante für das neue Bucher Wohngebiet
Berlin braucht dringt mehr Wohnraum. Wohnungsbaupotenzialflächen finden sich neben Blankenburg und Karow auch in Berlin-Buch. Anfang Januar beschloss der Berliner Senat Änderungen des Berliner Flächennutzungsplans, um den Wohnungsbau voranzutreiben. Sie betreffen im Ortsteil Buch das Areal »Buch V/Am Sandhaus/ ehem. Krankenhäuser«. Damit ist der Weg frei für die Entwicklung zu einem neuen Stadtquartier im Einzugsbereich des S-Bahnhofs Buch (»BB« berichtete). Vorgesehen sind »die Verdichtung bestehender Siedlungsstrukturen und Nach- nutzung bereits bebauter Flächen«. Die Rede ist von bis zu 3.300 Wohnungen, die hier neu entstehen könnten. Gleichzeitig sollen Wald- und Offenlandflächen des Naturparks Barnim, darunter auch die »Moorlinse«, erhalten und aufgewertet werden.

Ein weiteres Zukunftsvorhaben ist die Planung für das ca. 96 ha große Gebiet Buch-Süd, das sich zwischen Karower Chaussee, Kappgraben (A 10), Bahnan-lagen und Wiltbergstraße erstreckt. Schwerpunkt der Planung ist das sogenannte Wohngebiet Buch IV.
Das Planungsbüro für Stadtplanung, -Forschung und -Erneuerung PFE stellte am 15. Januar dem Pankower Stadtentwicklungsausschuss den weit gediehenen Rahmenplan für Buch-Süd vor, ausgehend vom Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für den Ortsteil. Zudem flossen Ergebnisse von zwei Bürgerwerkstätten ein, auf denen Anwohner im Jahr 2017 und 2018 ihre Bedürfnisse artikuliert und erste Planungsansätze diskutiert hatten. Plädiert hatten sie für eher kleinteiligen Wohnungsneubau, sie sahen die Verkehrsproblematik im Nordostraum kritisch ebenso wie die Parkplatzmöglichkeiten, wünschten sich bessere Radweg- und Fußwegverbindungen und eine sich entwickelnde soziale Infrastruktur sowie Einzelhandel.
Planer Olaf Gersmeier trug den Planungsstand vor. Nach intensiven Erörterungen mit diversen Akteuren gibt es nun eine Vorzugsvariante: der Neubau von 1.650 Wohneinheiten für etwa 3.300 Einwohner. Rund 150 Kita-Plätze und etwa 180 Grundschulplätze müssen zusätzlich geschaffen werden…

Abb.: PFE
Ausführlicher in unserer Printausgabe